Eschenbach/Heiningen Ein Quantensprung für die Voralb

Eschenbach/Heiningen / Michael Bauer 16.04.2018
Die Technotherm-Halle in Eschenbach wurde am Sonntag offiziell eingeweiht.

Einen langen Weg hat es gebraucht, bis die Technotherm-Halle hier und heute eröffnet werden kann“, sagt Thomas Schubert. Der Eschenbacher Bürgermeister schaut in die Runde. „24 Jahre lang schon kenne ich das Projekt Halle, heute ist es beendet.“ Die Besucher klatschen. Aus Eschenbach, Heiningen, Bad Boll, Bad Ditzenbach und dem gesamten Landkreis sind sie gekommen, um die Einweihung der neuen Mehrzweckhalle zu feiern.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst hat der Tag begonnen, der Eschenbacher Bürgermeister und der Heininger Rathauschef Norbert Aufrecht begrüßten die Gäste, der TSV Eschenbach präsentierte Vorführungen, der Kickbox-Weltmeister Massimo De Lorenzo konnte mit Fragen gelöchert werden und Posaunenchor und Musikverein steuerten zur musikalischen Umrahmung.

„Wer heute Abenteuer erleben will, der muss nicht nach Papua-Neuguinea reisen, sondern bauen“, erzählt Schubert und erntete dafür einige Lacher. Der Bau, der am 14. Oktober 2016 begonnen hatte, sei nervenaufreibend gewesen, aber der gute Standort und vor allem Standard die Mühe wert.

Größte Einzelinvestition

Zum Besuch der „größten Einzelinvestition in der Geschichte Eschenbachs“, wie Schubert erzählt, sind auch Vertreter aus der Politik gekommen, auch Landrat Edgar Wolff und die Sponsoring-Familie Wingens sind anwesend. Mindestens zehn Jahre wird die Technotherm-Halle nun den Namen des Unternehmens tragen – „weitere Jahre sind nicht auszuschließen“, meint Schubert.

Auch Schuberts Amtskollege Norbert Aufrecht spricht von einem „Quantensprung in der Geschichte der Voralb“ und lobt neben den Architekten und Baubeauftragten vor allem die interkommunale Zusammenarbeit.

Zwar seien erst etwa 95 Prozent der gesamten Bauphase abgeschlossen, doch bis zur Eröffnung am 2. Mai soll alles fertiggestellt sein. Demnach können sich fast genau ein Jahr nach dem Richtfest in 2017 die ersten turnbegeisterten Kinder austoben und der Seniorensport unter geeigneten Rahmenbedingungen stattfinden.

Mit Kosten von rund 4,6 Millionen Euro sei die Halle gewiss kein Schnäppchen gewesen, doch 1,6 Millionen Zuschuss vom Land und etwa 400 000 Euro Vorsteuerrückerstattungen hätten die Realisierung der Sport-, Kultur- und Veranstaltungshalle endgültig möglich gemacht, sagt Thomas Schubert.

„Auch wenn das Durchsetzen und Durchführen des Projekts nicht immer einfach war, so haben Gemeinderat und der Bürgerentscheid mit einer Zustimmung zum Bau von knapp 70 Prozent ein klares Statement abgegeben“, meint Schubert. Und genau ein solches Statement solle die Mehrzweckhalle nun tragen: Für Kultur, Sport und Veranstaltungen und für den Zusammenhalt der Gemeinden Heiningen und Eschenbach.

Der Belegungsplan ist voll

Dass vor allem die Kinder sich freuen, steht außer Frage: Schubert wurde bereits vor seiner Begrüßungs- und Dankesrede von einem Jungen angesprochen, der es kaum abwarten konnte, die Halle zu benutzen. Schuberts Aussage: „Ich bin froh, diesem Jungen nun mitteilen zu können, dass die Halle betriebsbereit und der Belegungsplan voll ist. Und umso schöner ist es, dies nun allen mitteilen zu können.“

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