Staufer-Festspiele Ein KOMMENTAR von Marcus Zecha

Göppingen / Marcus Zecha 07.12.2017

Die Macher der Staufer-Festspiele Göppingen sind unter Druck. Im festspiellosen Jahr 2017 wird mit großem Aufwand die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ aufgeführt. Und für 2018 wagt man den Sprung von der Operette ins Opernrepertoire – und das gleich mit Mozarts „Zauberflöte“. Das ist nicht ohne Risiko, zumal das Defizit vom „Weißen Rössl“ 2012 noch immer nicht abgebaut ist.

Nun sorgen gleich zwei gute Nachrichten für etwas Entlastung: Die Baden-Württemberg-Stiftung fördert die Festspiele einmalig mit 20 000 Euro, und – noch wichtiger – die Weihnachtsoper wird gut angenommen: Inzwischen sind alle drei Aufführungen in der Göppinger Stadthalle ausverkauft. Beides kommt nicht überraschend, sondern ist hart erarbeitet: Seit 2006 haben sich die Betreiber mit launigen und opulenten Inszenierungen einen guten Ruf erspielt und bei der Rollenbesetzung ein glückliches Händchen bewiesen, zuletzt 2016 mit der wunderbaren Natalie Carl und dem „Vogelhändler“ Matthias Klink, der im Herbst von der Zeitschrift „Opernwelt“ zum „Sänger des Jahres“ gewählt worden ist.

Und jetzt kann das Team um Intendant Alexander Warmbrunn sich auch noch mit einer stimmungsvollen Märcheninszenierung selber bescheren. Da kann Weihnachten kommen!