Kommentar Kristina Betz: Durstige Bäume retten

Kreis Göppingen / Kristina Betz 17.08.2018
Immer mehr Städte und Kommunen rufen auch aktiv zur Baumbewässerung auf oder bieten Baumpatenschaften an.

Mancherorts sieht es unter Bäumen schon jetzt aus wie im Herbst. Schrumpelig braun liegen die Blätter am Boden. Die Bäume stehen unter Trockenstress. Grund ist die lange Hitzeperiode und die Trocken­heit, die den Pflanzen zu schaffen macht.

Vor allem in Städten hat sich deshalb ein neues, sinnstiftendes Hobby etabliert: Bürger bewässern die Bäume vor ihren Wohnungen und Häusern. Ein paar Gießkannen am Abend können schon den Unterschied machen und einen Baum vor dem Verdurstungstod retten. Die gute Tat des Sommers!

Immer mehr Städte und Kommunen rufen auch aktiv zur Baumbewässerung auf oder bieten Baumpatenschaften an. Es ist wie bei jeder Art von Engagement: Wenn jeder einen kleinen Teil beiträgt, hält sich der Aufwand für den Einzelnen in Grenzen, im Großen wird aber etwas bewegt. Und wer die Bäume in seiner Umgebung begießt, wird belohnt: Denn Bäume sind natürliche Klimaanlagen. Ein ausgewachsener Laubbaum sorgt dafür, dass an einem heißen Sommer­tag bis zu 400 Liter Wasser verdunsten – und kühlt damit die Luft in seiner Umgebung.

Besonders in Städten zählt so jeder gerettete Baum. Die Bäume danken es uns mit besserer Luft – und Schatten.

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