Kommentar Karin Tutas: „Ergebnis gibt zu denken“

Martin Stölzle feiert seinen Wahlsieg.
Martin Stölzle feiert seinen Wahlsieg. © Foto: Giacinto Carlucci
Donzdorf / Karin Tutas 16.04.2018
Das Ergebnis der Wahl muss Martin Stölzle, der buchstäblich um sein Amt kämpfen musste, zu denken geben.

Mit einem deutlichem Vorsprung vor seinem Herausforderer hat Martin Stölzle seinen Posten als Rathauschef von Donzdorf am Sonntag verteidigt. Knapp 63 Prozent wählten den 57-Jährigen, der nun seine vierte Amtszeit antritt.

Die Erleichterung, die dem amtierenden Stadtoberhaupt deutlich anzumerken war, kommt nicht von ungefähr.  Dass in Ibrahim Ender Arslan ein ernstzunehmender Gegenkandidat auf der Matte stand, hat dafür gesorgt, dass die Donzdorfer eine echte Wahl hatten und damit den Amtsinhaber mächtig in die Bredouille gebracht. Arslan konnte vor allem durch sein sympathisches Auftreten und seine den Menschen zugewandte Art punkten. 35 Prozent der Wähler gaben ihm ihre Stimme, das ist ein mehr als respektables Ergebnis für den 35-Jährigen. Indes hat sich letztlich gezeigt, dass der Herausforderer der Verwaltungserfahrung und den Fachkenntnissen des Amtsinhabers nicht das Wasser reichen kann.

Dennoch muss das Ergebnis Martin Stölzle, der buchstäblich um sein Amt kämpfen musste, zu denken geben. Ungeachtet der fachlichen Qualifikation des Mitbewerbers war immerhin mehr als ein Drittel der Wähler der Meinung, dass es Zeit für einen Wechsel an der Rathausspitze ist. Es stand Stölzle gut zu Gesicht, dass er nach seinem Wahlsieg mit einer gewissen Dankbarkeit und Demut vor die Wähler trat. Der 57-Jährige ist gut beraten, sein gestern Abend gegebenes Versprechen, mehr bei den Menschen zu sein, zu halten.