Kommentar Joa Schmid: Auf einem guten Weg

Kreis Göppingen / Joa Schmid 31.08.2018
Wirtschaft und Politik sind auf einem guten Weg, den hausgemachten Facharbeitermangel in den Griff zu bekommen.

Für Schulabgänger herrschen paradiesische Zustände. Die Zeiten, als sich Unternehmen die besten der Besten herauspicken konnten und andere auf der Strecke blieben, sind längst vorbei. Jetzt buhlen Betriebe um Mitarbeiter und Auszubildende. Schon in der Schule suchen die Unternehmen Kontakte zu jungen Menschen, um ihre Firma anzupreisen. Trotzdem übersteigt das Angebot an Ausbildungsplätzen die Nachfrage. Gründe dafür gibt es viele. Der ungebrochene Trend zum Studium ist einer davon und darf einer Bildungspolitik angelastet werden, die nicht müde wurde, den jungen Leuten das alleinige Heil auf der Hochschule oder  der Universität zu predigen. Dabei bedeutet ein abgeschlossenes Studium längst keine Garantie mehr für einen sicheren Job. Überdies ist eine akademische Ausbildung nicht für jeden das Richtige. Das haben die Verantwortlichen in den Betrieben und Berufsberatungen erkannt. Wirtschaft und Politik sind auf einem guten Weg, den hausgemachten Facharbeitermangel in den Griff zu bekommen. Es gibt Ausbildungsmessen, Bildungspartnerschaften und  Schnupper-Praktika, um das Interesse der jungen Menschen an Ausbildungsplätzen zu fördern. Das vermehrt die Chancen für Unternehmen und für Schulabgänger. Trotzdem werden auch dieses Jahr wieder Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Oft deswegen weil bestimmte Berufe unter einem schlechten Image leiden. Auch das lässt sich ändern.

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