Kommentar Arnd Woletz: „Nicht warten, bis es brennt“

Jebenhausen / Arnd Woletz 18.07.2018
Die Ausgaben, die die Stadt Göppingen derzeit für die Feuerwehr schultert, sind immens. Eine Alternative dazu gibt es aber nicht, meint unser Kommentator.

Die Feuerwehr holt auf. Die teils unzeitgemäßen Verhältnisse in den Magazinen werden verbessert. Das ist auch in Umlandgemeinden so, aber besonders viel Geld investiert die Stadt Göppingen: In Holzheim ist der Neubau fertig. Demnächst ist Faurndau dran. Und wenn der Gemeinderat morgen zustimmt, bekommt auch Jebenhausen ein neues Magazin – allerdings werden bis zum Einzug gut sechs Jahre vergangen sein, seit dem peinlichen Zwischenfall, als im alten Magazin ein Feuer ausbrach. Länger lässt sich der Löschzug wohl nicht vertrösten.

Die Investitionen sind immens, doch kommt die Stadt kaum drum herum. Wer sich ehrenamtlich engagiert, erwartet auch zeitgemäße Ausrüstung und Unterbringung. Eine Wehr, der die Ehrenamtlichen frustriert den Rücken kehren, käme die Stadt letztlich teurer.

Der nächste große Wurf steht schon ins Haus: die neue Hauptfeuerwache in der Kernstadt. Die wird etliche Millionen verschlingen. Und da stellt sich wieder die Frage, ob die Stadt nicht doch die leidige Kommandanten-Misere lösen und  den Posten schnell wieder besetzen soll. Der OB hat daran offenbar wenig Interesse. Mitunter ist es aber schwierig, bei den Feuerwehrkameraden viele Interessen unter einen Hut zu bekommen. Da braucht es jemanden, der die Fäden in der Hand hält.

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