Kommentar Ingrid Zeeb: Gegensatz der Interessen

Bünzwangen / Ingrid Zeeb 13.07.2018
Bauflächen sind knapp, deshalb gibt es bei der Planung neuer Baugebiete oft Konflikte – aktuell auch in Bünzwangen.

In Bünzwangen entstehen neue Wohnungen. Das ist zunächst einmal eine gute Nachricht, denn bezahlbarer Wohnraum ist bekanntlich knapp. Doch wie bei vielen aktuellen Bauvorhaben gibt es auch hier zwei Sichtweisen: Die derjenigen, die schon dort wohnen und die derjenigen, die noch auf der Suche nach einer Unterkunft sind. Ob es nun um die Pläne für das Göppinger Wohngebiet Dittlau geht, um das Gebiet Weilenberger Hof 3 oder den Gewerbepark Fils in Uhingen, um die Nachverdichtung in den Ebersbacher Lindel­äckern oder aktuell den Unteren Wasen-Süd in Bünzwangen: Weil in der Region die zulässigen Gebiete schon ziemlich bebaut sind, rücken die künftigen Vorhaben den bestehenden Siedlungen dicht auf die Pelle. Zu dicht, wie die Anwohner oft finden. Es geht darum, die Interessen der Allgemeinheit gegen die des Einzelnen abzuwägen – das ist Politik. Die politisch Handelnden müssen ihre Entscheidungen so verantwortungsbewusst und transparent wie möglich treffen und dürfen niemandem unzumutbare Belastungen aufbürden. Gleichzeitig gilt es, mit den verbliebenen Flächen so sparsam wie möglich umzugehen. Umgekehrt müssen aber auch die Anlieger gewisse Eingriffe in ihren Besitzstand ertragen – wenn es verhältnismäßig und zum Wohle der Allgemeinheit ist.

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