Kommentar Susann Schönfelder: „Die Stadt muss handeln“

Göppingen / Susann Schönfelder 12.04.2018
Der Verkehr auf der Lorcher Straße ist oft kaum zu ertragen. Es wird höchste Zeit, dass die Stadtverwaltung die Bedenken der Anlieger Ernst nimmt.

Wer tagtäglich auf der Lorcher Straße in Göppingen unterwegs ist, kann die Klagen der Anwohner nachvollziehen. Ein Brummi nach dem anderen quält sich durch die Stadt, riskante Überholmanöver mit durchgedrücktem Gaspedal sorgen nicht nur für eine erhebliche Lärmbelästigung, sondern auch für eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Von der Feinstaub-Belastung ganz zu schweigen.

Es wird höchste Zeit, dass die Stadtverwaltung die Bedenken der Anlieger Ernst nimmt und sich der Sache annimmt. Denn der Verkehr scheint zuzunehmen, weil immer mehr Lastwagenfahrer die Abkürzung von der A8 zur A7 über die B297 nehmen und damit die Ort­schaften verstopfen. Leidtragende sind die direkten Anlieger, aber auch Menschen aus dem Landkreis, die morgens zur Arbeit fahren oder nachmittags nach Hause wollen.

Der Unfall an der Schuler-Kreuzung vor knapp einer Woche hat gezeigt, wie dringlich das Problem ist: Autofahrer hatten Mühe, in der proppevollen Lorcher Straße eine Rettungsgasse für den Notarztwagen zu bilden, weil sich auch ohne Unfall und Umleitung der Verkehr tagtäglich zu Stoßzeiten staut. Die Stadtverwaltung ist daher gut beraten, das Thema heute nicht vom Tisch zu wischen.