Wiesensteig Fest für Wiesensteiger Schule

Nach dem offiziellen Festakt am Samstag tobten die Kinder bei vielen Stationen wie Bogenschießen oder auf einer Hüpfburg herum.
Nach dem offiziellen Festakt am Samstag tobten die Kinder bei vielen Stationen wie Bogenschießen oder auf einer Hüpfburg herum. © Foto: Markus Sontheimer
Wiesensteig / SWP 17.05.2018
Viele Menschen feiern in Wiesensteig das 50-jährige Bestehen der Franz-Xaver-Messerschmidt-Schule.

Seit 50 Jahren besteht die Franz-Xaver-Messerschmidt-Schule, was am Samstag mit einem großen Schulfest gefeiert wurde. Eingeweiht wurde die Schule am 18. Mai 1968, zur damaligen Zeit das mit etwa 2,7 Millionen D-Mark (zusätzlich 540 000 D-Mark für die Turnhalle) „größte und kostspieligste Bauwerk der Geschichte der Stadt Wiesensteig“, wie der damalige Bürgermeister Herbert Gerber sagte.

Damit dieser besondere Geburstag gebührend gefeiert werden konnte, waren Lehrer und  alle 63 Schüler schon seit Wochen eifrig bei der Sache. Das Schulhaus wurde dekoriert und ein Musical einstudiert. Der Festtag selber begann mit dem Einzug der Schüler in den Pausenhof und einem gemeinsamen Lied. Auch die Jugendkapelle aus Wiesensteig, unter der Leitung von Markus Henning, trat auf. „50 Jahre sind für eine Schule eine durchaus beachtenswerte Zeit“, sagte Wiesensteigs Bürgermeister Gebhard Tritschler beim Festakt. Er betonte zudem die Bedeutung der Grundschule im Ort. Das sei auch dem staatlichen Schulamt in Göppingen klar. Erst kürzlich habe ihm Leiter Jörg Hofrichter versichert, dass er eine Bestandsgarantie für die Franz-Xaver-Messerschmidt-Schule geben könne.

Der Bürgermeister sprach aber auch einen weniger erfreulichen Aspekt an: anstehende Sanierungen der in die Jahre gekommenen Gebäude, auf die Rektorin Carmen Schönweitz regelmäßig hinweist. „Ich bin mir sicher, dass sowohl das Lehrerkollegium als auch die Schüler sich freuen würden, wenn die Renovierungsarbeiten an den Gebäuden nur halb so schnell passieren würden, wie die Reformen, die uns unsere Schulbürokratie in immer kürzeren Zeiträumen zumutet“, sagte der Bürgermeister. Er versprach, dass sich die Stadtverwaltung und der Gemeinderat wieder intensiver mit den notwendigen Sanierungsarbeiten beschäftigen würden. Geplant seien hierzu noch in diesem Jahr Gespräche, vermutlich bei einer Klausursitzung.

Nach weiteren Reden folgte in der Schulturnhalle das Musical „Das Waldfest der Tiere“. Darin wetteifern Tiere um den besten Auftritt. Mit viel Begeisterung waren die Schüler bei der Sache. Auch eine Gruppe vom Kinderhaus Villa Filsblick machte mit. Sie führte einen Tanz der Bären auf. Die Erstklässler zeigten, dass Frösche durchaus in der Lage sind, einen Kanon zu singen. Die Zweitklässler zwitscherten als Vögel ein sehr melodisches Lied. Dann zeigten die Kinder der dritten Klasse, dass auch Hasen rappen können. Zum Schluss rockten die Viertklässler als Wildschweine den Anwesenden, darunter auch viele ehemalige Schüler und Lehrer, etwas vor. Den Preis, der von zwei Waldfeen überreicht wurde erhielten aber die vier Mäuse, die die ganze Arbeit gemacht hatten.  Zum Abschluss sang dann die ganze Schule noch gemeinsam ein Lied. Belohnt wurden die Darsteller mit sehr viel Applaus.

Damit war das offizielle Programm beendet und der gemütliche Teil konnte beginnen. Zur Stärkung gab es allerlei Leckereien. In einem Klassenzimmer waren zudem Bilder von der Einweihung der Franz-Xaver-Messerschmidt-Schule vor 50 Jahren zu sehen, viele Klassenfotos von ehemaligen und aktuellen Klassen und auch Lehrerfotos von vergangenen Jahren. In einem anderen Klassenzimmer lief eine Diashow von Aktionen der Schule der vergangenen Jahre. Für die Kinder hatte der Stadtjugendring eine Hüpfburg und verschiedene andere Geräte aufgebaut, spendiert von der Stadt Wiesensteig.

Wie wichtig die Grundschule im Alltag ist, zeigte sich auch anhand der vielen Helfer beim Schulfest. Neben den Eltern, die beim Auf- und Abbau anpackten, stellte die Concordia Wiesensteig die Bühne für das Musical zur Verfügung.

Info Wer mehr über die Geschichte der Franz-Xaver-Messerschmidt-Schule wissen möchte, kann dies in einer Festschrift nachlesen. Diese erstellte der Wiesensteiger Helmut Poloczek, der viel Zeit und Engagement investiert hatte. Die Festschrift gibt es in der Schule oder im Rathaus für fünf Euro.