Gingen Eigenes Modell für Grundschule

Gingen / GÜNTER HOFER 22.03.2014
Ab dem kommenden Schuljahr gibt es mehrere Möglichkeiten für eine Ganztagesschule. In Gingen soll ein eigenes "Gingener Modell" kreiert werden.

Ganztagesschulen können künftig in gebundener oder mit einer Wahlform geführt werden. Die beiden offiziellen Varianten plus das "Gingener Modell" wurden in der jüngsten Ratssitzung in Gingen vorgestellt. In dem vom Land vorgesehenen gebundenen Ganztagesmodell wird von einer für alle Schüler verpflichtenden Form ausgegangen. Bei der Wahlform sind jahrgangsübergreifend 25 Kinder erforderlich, die an drei oder vier Tagen sieben oder acht Stunden betreut werden. Für diese Lösung erhält die Schule bestimmte Lehrerkontingente. Im Gegenzug wird allerdings das Land alle Förderprogramme streichen - mit Ausnahme des Jugendbegleiterprogramms.

Das Land überlässt der Kommune die Wahl zwischen der Einrichtung einer Ganztagesschule oder der Beibehaltung der bisherigen Betreuungsangebote der "Verlässlichen Grundschule". Als positiver Aspekt einer kostenlosen Ganztagesschule wird die bessere Qualität bei der Hausaufgabenbetreuung gesehen. Es ist zu erwarten, dass Schulen ohne Ganztagesmodell ab dem nächstem Schuljahr keine Lehrerstunden für Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung haben.

Das "Gingener Modell" sieht eine kostenlose Ganztagesschule in Wahlform vor, die mit einem kostenpflichtigen Betreuungsangebot kombiniert wird. Dadurch werden die Zeiten vor dem Unterricht ab 7.30 Uhr und danach bis 16 Uhr abgedeckt. Familien, die keine Ganztagesschule benötigen, können weiterhin das Angebot der bisher bekannten "Verlässlichen Grundschule" bis 13.45 Uhr oder einer tageweisen Betreuung am Nachmittag nutzen. An wie vielen Tagen und mit wie vielen Stunden die Ganztagesschule eingerichtet wird, ist abhängig vom Bedarf der Familien.

Im Zuge eines Gesamtelternabends von Schule und Kindergarten will die Verwaltung und die Schule am kommenden Montag über das "Gingener Modell" informieren. Danach soll innerhalb von drei Tagen die Bedarfsabfrage erfolgen. Bei seiner Aprilsitzung will dann der Gemeinderat seinen Beschluss fassen, damit fristgerecht bis zum 30. April ein entsprechender Antrag gestellt werden kann.

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