"Wellcome" ist eine bundesweit agierende gemeinnützige GmbH mit Sitz in Hamburg, die Angebote für Familien entwickelt und Eltern damit ermutigen möchte, sich auf das Abenteuer Familie einzulassen. Die Devise von "wellcome" lautet: "Kindern geht es gut, wenn es den Eltern gut geht." Schirmherrin ist seit 2007 Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die unabhängige Evaluation der Universität Hamburg, an der sich 544 "wellcome"-Ehrenamtliche beteiligt haben, bestätigt nun mit einer Weiterempfehlung von über 90 Prozent das Konzept von "wellcome". An der Studie haben sich auch Ehrenamtliche aus dem Landkreis Göppingen beteiligt, wie das Haus der Familie mitteilt.

"Familien leiden unter enorm hohem Druck. Zeit für sich und Wohlbefinden bleiben bei Müttern und Vätern auf der Strecke. Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind es vor allem alltagspraktische Unterstützungsangebote, die für Entlastung sorgen können", heißt es in der Pressemitteilung. "Sind alle etwas fröhlicher", beschreibe eine "wellcome"-Ehrenamtliche die Wirkung ihrer Unterstützung. "Im Rahmen der Evaluation geben 77 Prozent der befragten Ehrenamtlichen an, dass sich das Befinden der Mutter verbessert hat und 67 Prozent berichten von einer Entspannung der Familienatmosphäre."

Sich um andere sorgen, sich zu engagieren, sei für viele ganz selbstverständlich. Für 77 Prozent der "wellcome"-Ehrenamtlichen sei die Sorge um das Wohlergehen der Familien die Hauptmotivation. Die soziale Isolation von jungen Familien wachse. Nur noch in jedem fünften Haushalt lebten minderjährige Kinder. "Mit den fehlenden Netzwerken schwinden auch die Möglichkeiten zur Weitergabe von Alltagswissen und zum Austausch über Ängste und Unsicherheiten", heißt es in der Pressemitteilung des Hauses der Familie. "Dass ich soviel Positives bewirken kann, bereichert mich sehr. Es ist schön, der Mutter das Gefühl und die Sicherheit zu geben, dass sie eine liebevolle Mutter ist und es richtig macht", habe eine der Befragten betont. 91 Prozent der befragten Ehrenamtlichen fühlten sich in ihrer Arbeit in den Familien anerkannt und persönlich bereichert.

Es gibt das Sprichwort, nach dem ein ganzes Dorf benötigt wird, um ein Kind zu erziehen. Die aktuelle Studie zeige: Sich für das Wohlergehen von Familien einzusetzen ist alters- und bildungsstandübergreifend. 16 Prozent haben einen Hochschulabschluss, 8 Prozent einen Hauptschulabschluss; 37 Prozent sind berufstätig, 30 Prozent sind in Rente. Die Altersspanne reicht von 22 bis 78 Jahren. Neben der Hilfe für junge Familien sind das Gefühl, gebraucht zu werden und der eigene Perspektivwechsel wichtige Motive für die ehrenamtliche Tätigkeit. 93 Prozent der Befragten würden ein Engagement bei "wellcome" weiterempfehlen und wollen sich auch in Zukunft engagieren.

Als kleines Projekt 2002 in Hamburg gestartet, organisiert "wellcome" mittlerweile an rund 250 Standorten die ehrenamtliche Unterstützung für junge Familien. Bundesweit gibt es ca. 4500 "wellcome"-Ehrenamtliche und mehr als 4600 betreute Familien.

Göppingen ist seit 2009 "wellcome"-Standort, Träger ist das Haus der Familie (Villa Butz). Teamkoordinatorin Petra Schmidt ist Ansprechpartnerin sowohl für hilfesuchende Familien wie auch für an der Mitarbeit interessierte Helfer und Helferinnen. Sie beobachtet: "Viele Familien benötigen Unterstützung - Tendenz steigend. Leider kann ich nicht in allen Fällen helfen, da es im Kreis Göppingen noch nicht genügend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gibt. Aber alle, die dabei sind, berichten mir immer wieder, wie bereichernd die Tätigkeit auch für sie selbst ist."Info Kontakt: Petra Schmidt, Haus der Familie Villa Butz, Mörikestraße 17, 73033 Göppingen, Telefon: (07161) 9605115 oder goeppingen@wellcome-online.de; mehr Infos: www.wellcome-online.de