Wettbewerb Dürnau will es wissen

Am Tor zur schönen Aussicht am Viehhaus: Dürnaus Bürgermeister Markus Wagner (Mitte) stellt der Jury den Plan für Trauungen im Freien vor.
Am Tor zur schönen Aussicht am Viehhaus: Dürnaus Bürgermeister Markus Wagner (Mitte) stellt der Jury den Plan für Trauungen im Freien vor. © Foto: Staufenpress
Jürgen Schäfer 15.06.2018

Wer nur durch Dürnau fährt, hat was verpasst. Vieles gab’s gestern für die Jury im Landesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ zu entdecken und erfahren. Den Kornberg hinauf, am Raubeckhof vorbei, ruckelt der mittelgroße Bus mit der Jury und den Dürnauer Gastgebern. 150 Meter über dem Dorf geht es auf gewundenen Waldwegen zum ersten Aussichtspunkt. Blick über das Dorf auf die Kaiserberge. Neu ist eine meterhohe Stele aus Baumscheiben, die erste Station eines Skulpturenpfads. Den hat Bürgermeister Wagner der Jury voriges Jahr beim Bezirksentscheid als Idee vorgestellt. Jetzt steht schon was. Bürgerschaftliches Engagement macht’s möglich. Und beim zweiten Aussichtspunkt, am Viehhaus, ragt ein großer Torbogen in die Luft, als wollte er den Panoramablick einrahmen.

Der Schultes berichtet von weiteren Ideen, man wolle mit der Bürgerschaft diskutieren, und ein Schlager wären hier Trauungen im Freien. Im einstigen Viehstall, der von Jagdpächtern noch genutzt wird, könnte die Hochzeitsgesellschaft bei Regen unterschlupfen.  „Eine schöne Idee“, nickt Dr. Konrad Rühl, der Kommissionsvorsitzende. Einmal im Jahr soll’s hier auch ein Fest geben.

Der Skulpturenpfad könnte weiter wachsen hinunter zum Feuersee und auf der anderen Seite wieder hoch auf den Kornberg, ein Rundkurs von 3,2 Kilometern. Am Feuersee soll sich auch was tun. Ein Trainingszirkel ist im Werden, ein erster Baumstamm hielt Einzug. Eltern können dann Fitness tanken, während ihre Kleinen am Spielplatz herumturnen. Auch für Sportler ist das interessant, und für die Bevölkerung denkt der Schultes an ein Trimm-Dich-Angebot alle zwei Wochen.

Dürnau entdecken: Der Bus fährt in die Siedlung an der katholischen Kirche, die einst für Gralglas-Arbeiter entstand. Die Firma unterstützte den Hausbau, sagt Wagner. Mittlerweile würden die Häuser saniert, es gebe schöne Vorgärten. Grüninseln gibt’s innerorts auch, die irgendwann Bauland werden können. Die Jury läuft über die lauschige Wiese eines alten Bauernhofs, und sie biegt über ein Tor aus Efeu in eine der alten Gassen, die das Dorf durchziehen. „Ein Kleinod“ nennt sie Bürgermeister Wagner. Am „Gässle“, das bis hoch zum Friedhof führt, steht sogar ein verborgener Mammutbaum. Den kennt Rainer Klingler, Kreisobstbauberater des Landkreises, auch erst seit letztem Jahr. Er ist dabei, weil es beim Wettbewerb auch ums Grün geht, wenngleich eine Nummer kleiner als bei den früheren Dorfverschönerungswettbewerben.

In der Schule läuft was. Die Jury sieht einen Film von der Theater-AG, die Claudia Leier leitet. Alle AGs werden vorgestellt, vom Sport bis zur Garten-AG. Die Schule Dürnau-Gammelshausen ist auch ein Standort der Hector-Kinderakademie, die junge Tüftler in allen möglichen Disziplinen fesselt. Rektorin Carola Bär engagiert sich dafür seit vielen Jahren. Sie will den Gästen heute aber die Schule im Dorf vorstellen, wo die Kinder lernen und spielen, lesen und ins Grüne springen. Das Zusammenspiel von Schule, Gemeinde und Vereinen stellt GSV-Vorstand Jürgen Gassenmayer vor.

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