Bad Ditzenbach Dreifacher weiblicher Triumph bei der Mostprämierung

BERNWARD KEHLE 17.03.2014
Gleich drei Frauen haben den Männern gezeigt, wo der Bartel den Most holt: Beim 21. "Prost zum Most" am Freitag im Bad Ditzenbacher "Café Filsblick" gabs einen dreifachen weiblichen Triumph.

Das verregnete Frühjahr und die folgende mäßige Ernte 2013 waren wohl der Grund, das sich der Zulauf zur beliebten Mostprämierung in Bad Ditzenbach diesmal in Grenzen hielt. Und so wurde das vom CDU-Gemeindeverband, Obst- und Gartenbauverein und Tourismusbüro der Gemeinde Bad Ditzenbach organisierte "Prost zum Most" bis auf einige Ausnahmen zum Heimspiel für die Mostliebhaber aus dem Täle.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden CDU-Ortsvereinsvorsitzende Johannes Schulz führte Siegfried Glaser führte wieder in bewährter Weise durchs vierstündige Programm, das Alleinunterhalter Erich Schmid aus Zell nicht nur musikalisch, sondern auch als Zauberer und Luftballonkünstler mitgestaltete. Schirmherr Bürgermeister Gerhard Ueding freute sich bei der Begrüßung der rund 80 Gäste, dass es noch nie so viel Frauen in der Jury gebe wie heuer. "Ich bin gespannt auf das Ergebnis", meinte der Schultes vielsagend vorab.

Schon im Vorfeld der Mostprämierung hatten die Vorkoster Johanna Schulz, Dagmar Hölz und Rolf Wittlinger keine leichte Arbeit: Sie mussten im stillen Kämmerlein "die Spreu vom Weizen" trennen und die allzu sauren Tropfen aussortieren. Letztendlich kamen 32 Proben in die Endausscheidung, bei der die zwölfköpfige Jury Farbe, Klarheit, Geruch und Geschmack bewerteten. Juroren waren neben Bürgermeister Ueding noch CDU-Bundestagsabgeordneter Hermann Färber, GZ-Redakteur Michael Rahnefeld, Sandra Bosch, Cornelia Köhler, Tourismusmanagerin Isabell Noether, Schulleiterin Ursula Herrmann, CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi, Waltraud Gromer (Tourismusbüro), Gastwirt August Kottmann, Notar Christopher Reith und Gemeinderätin Eva Schober.

Während die Jury ihrer nicht leichten Arbeit nachging, hatten die Gäste einen Riesenspaß an den Zauberkünsten von Erich Schmid, der im Jackett von Hermann Färber eine brennende Zigarette verschwinden ließ oder Pudel und Blumen aus Ballons formte. Rasch waren die Lose zur reichlich bestückten Tombola verkauft, interessiert folgten die Gäste dem Interview von Moderator Glaser mit Tourismusmanagerin Noether oder schunkelten begeistert zu den von Schmid gespielten Liedern.

Um 23 Uhr herrschte dann Hochspannung: Die Platzierungen wurden der Reihe nach bekannt gegeben. Ein riesen Hallo gabs beim ersten Preis für Petra Hof aus Bad Überkingen. Den totalen weiblichen Triumph komplettierten Monika Kottmann (Bad Ditzenbach) und Nicole Schulz (Bad Ditzenbach) auf den Plätzen zwei und drei. Erst jetzt folgte das "starke" Geschlecht mit Jürgen Köpf (Bad Überkingen), Karl Jandl (Bad Ditzenbach), Simon Köpf und Karlheinz Hof (beide Bad Überkingen).