Donzdorf Donzdorfer Sternstunde

Fünf Präzisions-Spiegelteleskope beherbergte die im März 1989 neu eröffnete Sternwarte in Donzdorf. Foto: Sternwarte Donzdorf
Fünf Präzisions-Spiegelteleskope beherbergte die im März 1989 neu eröffnete Sternwarte in Donzdorf. Foto: Sternwarte Donzdorf
Donzdorf / ELKE BERGER 22.03.2014
Die Sterne vom Himmel holen kann man seit dem 17. März 1989 auch in Donzdorf. Dort wurde damals die neue Sternwarte eröffnet, die dann fünf hoch sensible Spiegelteleskope beherbergte.

"Wir wollen mit dieser Einrichtung allen interessierten Bürgern und vor allem der Jugend eine Möglichkeit geben, sich mit der Astronomie zu befassen", zitierte die NWZ am 20. März 1989 aus der Ansprache des Vorsitzenden der Sternfreunde, Bruno Funk. Zur Eröffnungsfeier der Messelberg-Sternwarte waren rund 100 Gäste, darunter einige Laudatoren, erschienen.

Zu bewundern gab es fünf Präzisions-Spiegelteleskope, darunter ein 450-Millimeter-Newton-Teleskop mit einer Brennweite von zwei Metern und ein 300-Millimeter-Schiefspiegler mit einer Brennweite von sechs Metern. In rund 4000 unentgeltlichen Arbeitsstunden hatten die Donzdorfer Sternfreunde mit Unterstützung des Landkreises, der Stadt und einheimischer Firmen den Durchblick ins Weltall möglich gemacht: Ein 40 Quadratmeter großer Vortrags- und ein 60 Quadratmeter großer Beobachtungsraum bildeten nun das Herzstück der neuen Sternwarte neben der Messelberg-Hauptschule, dazu befanden sich im Gebäude ein kleines Fotolabor und sanitäre Einrichtungen.

1985 hatten vier Hobbyastronomen mit der Verwirklichung ihrer Idee begonnen, ein Spiegelteleskop gemeinsam zu bauen. "Jeder von ihnen war ein Einzelgänger, der im Besitz eines Fernrohrs war", schilderte Funk. In Eigenregie entstand ein Spiegelteleskop nach Newton mit einem Durchmesser von 250 Millimetern. Die dazu gehörige "Sternwarte" war auf dem Gelände der Kleintierzuchtanlage unter dem Hochberg in Donzdorf. Im September 1986 war die Anlage bereit zum Einsatz.

300 000 D-Mark wurden trotz umfangreicher Eigenleistung in der neuen Sternwarte verbaut, weitere Bauabschnitte standen in Planung.

Was sonst noch geschah . . .
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