Kreis Göppingen / krib  Uhr
Am Donnerstag wurden in einer Dönerproduktion erheblichen Hygienemängeln auf behördliche Anordnung umgehend geschlossen. Sogar die Polizei musste anrücken.

Umgehend geschlossen wurde am Donnerstag ein Lebensmittelbetrieb im Voralbgebiet, nachdem dieser durch Lebensmittelkontrolleure, Amtstierärzte und Vollzugsbeamte des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz überprüft worden war. Auch eine Nennung des Namens des betroffenen Betriebes ist möglich.

Wurde ein Restaurant nach einer Lebensmittelkontrolle auffällig, können dessen Name und die Verstöße in besonders schweren Fällen veröffentlicht werden. Eine Gratwanderung für die Behörden.

Auch Straftatbestände entdeckt

Wegen der Feststellung von Straftatbeständen wurde auch die Polizei hinzugezogen. Zahlreiche und erhebliche Hygienemängel wurden festgestellt. Gereinigte Dönerspieße für das Wiederbestücken mit Fleisch waren zum Teil noch stark mit alten Lebensmittelresten verunreinigt. Auch ein Mischer und ein Scheibenschneider waren durch alte Fleischreste verunreinigt mit entsprechenden Kontaminationsrisiken für folgende Fleischerzeugnisse. Messer, Schalter und Bedienelemente von Arbeitsgeräten waren erheblich fettig verunreinigt.

Baufälliger Zustand des Gebäudes

Des Weiteren war der Betrieb zum Teil in einem baufälligen und nicht mehr leicht zu reinigenden Zustand. Derartige Mängel liegen wiederholt vor und eine Behebung war schon zuvor behördlich angeordnet worden. Auch auf auffällige Untersuchungsbefunde hat das Unternehmen nicht reagiert, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Am Donnerstag wurde ein Betrieb, der Döner herstellt, wegen gravierender Hygienemängel geschlossen. Die Schließung erinnert an einen Fall aus dem Jahr 2015.

Die Dönerproduktion wurde umgehend auf behördliche Anordnung vorläufig geschlossen. Ebenso wurde die Entsorgung von rund 1,5 Tonnen Fleischerzeugnissen angeordnet. Die restlichen Fleischspieße vor Ort wurden vorläufig beschlagnahmt und versiegelt.

Welcher Dönerbetrieb ist das? Name könnte genannt werden

Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass eine 14-tägige Frist eingehalten werden muss, bevor der Name des betroffenen Betriebs genant werden darf. Und auch nur, wenn die Mängel gravierend und wiederkehrend sind. Zur Zeit wird geprüft, ob der Name im Zusammenhang mit den Verstößen genannt werden kann. Wenn das der Fall ist, wäre die gesetzliche Frist am 20. Juni 2019 abgelaufen.

Eine Weiterführung des Betriebs kann erst nach einer Klärung der Verantwortlichkeiten und einer Mängelbehebung sowie behördlicher Abnahme wieder in Frage kommen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Zudem wurde das Verfahren zur Veröffentlichung der Verstöße unter Benennung des Unternehmens eingeleitet.

Liste mit beanstandeten Betrieben

Nach neuer Gesetzeslage kann die Behörde in schweren Fällen den Namen des beanstandeten Betriebes nennen. In einer Liste des Landratsamtes finden sich solche beanstandeten Lebensmittelbetriebe.

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