Ulm Doch ein Platz für die Fernbusse?

JÜRGEN BUCHTA 23.08.2013
Fernbusfirmen, die innerdeutsche Ziele ansteuern, beklagen, dass ihnen kein Halt in Ulm angeboten wird. Die Stadt hat nun einen Platz im Auge.

Seit Beginn des Jahres versuchen Fernbusunternehmen Ulm anzufahren. Bis Ende 2012 war es ihnen bis auf wenige Ausnahmen verwehrt, Fahrgäste innerhalb Deutschlands zu befördern. Die Bahn hatte für diese Transporte das Monopol. Doch das wurde infolge eines Gerichtsurteils vom April 2011 abgeschafft. Bevorzugter Haltepunkt der Fernbusfirmen ist der Zentrale Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof. Mit dem Wunsch kam allerdings kein Antragsteller weiter. "Der Busbahnhof ist schon heute total ausgelastet", erläutert Torsten Fisch von der städtischen Verkehrsplanung. Hinzu kommt, dass der Busbahnhof verlagert werden muss, sobald der Bau der Tiefgarage vor dem Hauptbahnhof startet.

Die nach wie vor ungeklärte Problematik in Sachen Fernbus-Haltestellen, hat inzwischen die SPD-Fraktion im Gemeinderat auf den Plan gerufen. Sie hält das Ehinger Tor oder das jüngst von der Stadt erworbenen Grundstück bei der Schillerrampe für Fernbus-Haltestellen für geeignet. Fisch steht diesen Vorschlägen skeptisch gegenüber. Die Schillerrampe sei verpachtet, hält er fest. Kurzzeitparkplätze vor dem Finanzamt hätten einen entscheidenden Nachteil: In Fernbussen werden die Gepäckstücke der Reisenden von beiden Seiten aus be- und entladen. "Dass die Fahrer und Passagiere dazu direkt neben der viel befahrenen Fahrbahn des Bismarck-Rings ständen, wäre nicht zu verantworten."

Allerdings haben sich auch die Mitarbeiter der Verkehrsabteilung Gedanken gemacht. "Nach der Sommerpause werden wir einen Vorschlag unterbreiten, der alle Kriterien für eine Haltestelle erfüllt", erläutert er. Der Platz sei innenstadtnah und, über den öffentlichen Nahverkehr gut zu erreichen.

Europäisches Fernbusnetz