Festtage Ditzenbach feiert drei Tage

Die Bad Ditzenbacher Festtage bieten Spaß für alle: Beim „Family Day“ am Sonntag treten 28 Teams an und beweisen sich in Geschicklichkeitsspielen. Darüber hinaus gibt es an den drei Tagen viel Musik, einen Trödelmarkt und Leckeres zu essen.
Die Bad Ditzenbacher Festtage bieten Spaß für alle: Beim „Family Day“ am Sonntag treten 28 Teams an und beweisen sich in Geschicklichkeitsspielen. Darüber hinaus gibt es an den drei Tagen viel Musik, einen Trödelmarkt und Leckeres zu essen. © Foto: Heike Siegemund
Bad Ditzenbach / Heike Siegemund 03.07.2017
Veranstalter und Besucher lassen sich vom durchwachsenen Wetter nicht abhalten und genießen die Festtage in Bad Ditzenbach. Vor allem am Freitagabend herrscht super Stimmung.

Das Wetter präsentierte sich zwar nicht von seiner sommerlichsten Seite, trotzdem kamen viele Besucher zu den 36. Ditzenbacher Festtagen. So drängten sich am Freitagabend zahlreiche vor allem junge Leute in der Ortsmitte, wo DJ D White alias David Weiß aus Reichenbach im Täle mit Musik, Lichteffekten und Disconebel für ausgelassene Partystimmung sorgte.

Die Veranstalter um Bürgermeister Herbert Juhn und Hendrik Kuhn vom Arbeitskreis der Ditzenbacher Vereine waren voll des Lobes: „Der Freitagabend war genial. Es herrschte Bombenstimmung“, sagte Kuhn.

Viele fanden auch am Samstag den Weg in die Ortsmitte. Nach einem ökumenischen Gottesdienst und dem Auftritt der Jugendkapelle Bad Ditzenbach stach Herbert Juhn das Bierfass an – zwei Schläge waren nötig. Zur Unterhaltung spielte die Musikkapelle auf – eineinhalb Stunden länger als geplant, was damit zusammenhing, dass der Auftritt der Partyband „Original Flamingos“ wegen des Wetters abgesagt wurde. Die Ditzenbacher ließen sich den Abend trotzdem nicht verderben: Die Gäste feierten bis in die Nacht hinein.

Dichte Wolken bedeckten am Sonntagmorgen den Himmel, es nieselte leicht. Dies veranlasste wohl einige der Händler des Trödelmarkts dazu, gar nicht erst anzureisen: Von den 58 angemeldeten Verkäufern war etwa die Hälfte erschienen, sagte Christina Maier vom Bad Ditzenbacher Tourismus- und Kulturbüro. Im Tagesverlauf wurde das Wetter besser, es blieb großteils trocken. Und so wechselten etwa Bücher, Schuhe, Spielzeug, Schmuck, Geschirr und Comics die Besitzer. Viele Besucher schlenderten durch die Straßen und stöberten an den Ständen. Dazu spielten die Flötengruppe der Grundschulen Deggingen und Reichenbach, Carlo Haggard mit „Country Music and more“, die Percussion- und Handpan-Spieler Jannis Petermüller und Rebecca Maier, der Musikverein Gosbach sowie „Dine & Robi“.

Zu den Verkäufern, denen das Wetter nichts anhaben konnte, gehörte Andrea Ebner mit ihrer Familie: „Ein echter Flohmarkthändler lässt sich nicht abhalten“, sagte die Geislingerin, die das Ambiente auf dem Trödelmarkt lobte: „Die Leute hier sind freundlich, es ist einfach schön.“ Seit mehreren Jahren verkauft auch Barbara Eberhard aus Bad Ditzenbach auf dem Trödelmarkt Spielzeug, Kleidung und anderes. In aller Früh um 6.45 Uhr hatte sie am Sonntag mit ihren Söhnen David und Elias den Stand aufgebaut. „Die Kinder freuen sich riesig darauf. Der Trödelmarkt ist ein Highlight für sie“, erzählte sie.

Ein begeisterter Flohmarkthändler ist auch Marcel Moser aus Mühlhausen, der schon als kleiner Bub in Ditzenbach seine Waren feilgeboten hatte. Mittlerweile bietet der 29-Jährige Schallplatten und Videospiele an: „In Ditzenbach verkaufe ich sehr gerne. Das hat schon Tradition.“

Spaß für die ganze Familie gab es beim zweiten Bad Ditzenbacher „Family Day“: Auf dem Schulhof traten 28 Teams an zehn Spielestationen an: Es galt beispielsweise, mit Wasserpistolen in Plastikbecher zu treffen, Schwimmnudeln durch Ringe zu werfen und Klopapierrollen aufeinanderzustapeln. Lustig ging es auch beim Kistenstapeln, Bobbycar-Rennen und Schubkarren-Lauf zu. Mit Comedy und Zauberei brachte Clown Manfred Zickzack alias Dieter von Au zusätzlich Spaß auf den Schulhof. Sieger des „Family Day“ wurde Familie Rösch aus Bad Ditzenbach; bei der Ehrung spielte die Musikwerkstatt der Hiltenburg-Schule.

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