Rechberghausen Diskussion um den Parkdruck in der Ortsmitte

Rechberghausen / swp 14.09.2018
Der Gemeinderat beschäftigt sich mit der Frage: Sollen in der Hauptstraße zusätzliche Parkflächen entstehen?

Nicht nur der Verkehr belastet die Rechberghäuser, auch beim Parken geht es im Ortskern knapp her. „Es gibt dort viele Wildparker – die Situation ist beengt“, mahnt Alexander Berger an. Er ist Bauherr des erst kürzlich neu eröffneten Geschäftsgebäudes in der Hauptstraße 12, in dessen Untergeschoss seine Frau Heike Berger die „Allgäulilie“ betreibt.

Um drei potenzielle Parkplätze direkt vor dem Gebäude, entlang der Hauptstraße, ging es nun in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag.

Der Vorschlag der Gemeinde: Da dort ohnehin ständig jemand widerrechtlich parkt und an anderen Stellen der Straße ebenfalls öffentliche Parkplätze entlang der Straße ausgeschrieben sind, wolle man das Parken auch dort erlauben. Drei Plätze sollen dort als „schlüssige Ergänzung“ entstehen, erklärt Rechberghausens Hauptamtsleiter Matthias Dichtl.

„Da weiß man schon jetzt, dass es Probleme gibt“, mahnt Alexander Berger zu Beginn der Sitzung an. Er sehe den Zugang zum Gebäude sowie die Barrierefreiheit in Gefahr. Die Fläche zwischen den geplanten Parkplätzen und dem Gebäude seien zu eng.

Etwa eineinhalb Meter werden dort übrig bleiben. An der engsten Stelle, die am nördlichsten Parkplatz liegen wird, sind es 1,3 Meter. „Wenn man hoch und runterläuft, sind da überall Parkplätze am Gehweg, da fragt man sich: Wieso an dieser Stelle nicht“, führt Dichtl aus. Beim Gemeinderat trifft der Vorschlag auf Zustimmung. Der Parkdruck in der Ortsmitte wird betont, neue Plätze würden Entlastung schaffen. Kritisch gesehen werden die Parkplätze direkt an der Ausfahrt zur Hauptstraße vom Lidl- und Rossmann-Parkplatz kommen. „Da fahren viele raus und rein“, äußert sich Markus Malcher (UB) kritisch. Für Franz Steeb (CDU) kann die Verengung durch den Parkplatz aber auch Vorteile haben: „Das Hauptproblem ist in meinen Augen der Durchgangsverkehr von der Lorcher in die Hauptstraße, weil viele Leute über den Parkplatz die Strecke abkürzen“, so Steeb. „Vielleicht verringert der Parkplatz das Problem, weil es dort enger wird.“

Welche Parkplätze dort ausgewiesen werden ist unklar, auch wenn sich der Großteil der Räte für die Schaffung der Plätze aussprach. Bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme entschied das Gremium, dass an der Haupt­straße neue Parkflächen entstehen. Die Straßenverkehrsbehörde soll mit einer Verkehrsschau bei der finalen Entscheidung helfen. Sollte einer der Parkplätze wegfallen, plädiert Antje Walz-Stähle (CDU) für ein striktes Parkverbot, am besten mit einem Poller: „Sonst können wir für unsere Vollzugsbeamtin gleich einen Schreibtisch dort aufstellen.“ Der Meinung schlossen sich auch Martin Kriegisch (UB) und Evelyn Ertinger (SPD) an.

Der Entstehung neuer Parkflächen an der Hauptstraße steht der Wegfall zweier Parkplätze am Lidl-Parkplatz entgegen. Auch das entschied das Gremium. Um den Eingangsbereich des Marktes sicherer zu machen, werden dort die zwei äußersten Plätze asphaltiert und so der Gehweg zum Drogeriemarkt auf der gegenüberliegenden Seite verbreitert. 

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