Die Hiltenburgschule in Bad Ditzenbach ist im Wandel. Die Digitalisierung und ein dafür notwendiges Raumkonzept beschäftigen Rektorin Judith Ludwig. Den Gemeinderäten präsentierte sie kürzlich die mit dem Kollegium erarbeiteten Pläne: Im zweiten und ersten Obergeschoss sollen drei Klassenzimmer erhalten bleiben. Die Küche, die in einem der Klassenzimmer im ersten Obergeschoss untergebracht ist, soll eine Etage tiefer verlegt werden – in den Betreuungsraum der Verlässlichen Grundschule. Denn dieser ist am kleinsten und dunkelsten, weshalb er nicht als Klassenzimmer geeignet sei, informierte Ludwig. Deshalb soll der Raum als Küche, Werkraum und Bücherei genutzt werden. Im zweiten Obergeschoss soll der Technik-Werkraum bleiben.

Aus Brandschutzgründen müssen die Turngeräte aus dem Foyer entfernt werden. Außerdem ist ein zweiter Rettungsweg in der Turnhalle erforderlich. Der Serverraum für die Digitalisierung der Grundschule soll im ersten Obergeschoss im bisherigen Putzraum untergebracht werden. Von dort können alle Räume elektrotechnisch angefahren werden.

Bis zu drei Tablets für Unterricht

Das Lehrerkollegium hat sich mithilfe eines Vertreters vom Landesmedienzentrum Gedanken über die für die Digitalisierung benötigten Geräte gemacht. Sinnvoll wären zunächst eine Dokumentenkamera und ein Beamer sowie ein Whiteboard. Mit Blick auf die Digitalisierung betonte die Rektorin, dass nicht jedes Kind ein Tablet erhalten solle. Vielmehr sei geplant, den regulären Unterricht durch zwei bis drei dieser Geräte zu ergänzen.

Ein Zuschussantrag aus dem kommunalen Sanierungsfonds vom Land könne für dieses Vorhaben in diesem Jahr nicht mehr gestellt werden, erklärte Bürgermeister Herbert Juhn. Da das Gebäude und die Maßnahmen sehr komplex seien, müsse ein Antrag solide ausgearbeitet werden. Dieser soll daher erst im nächsten Jahr gestellt werden, der Antrag für Geld aus dem Ausgleichsstock soll erst 2020 gestellt werden.

Kritik an der Digitalisierung kam von Gemeinderat Otto Lamparter. Er befürchtet eine „digitale Demenz“ bei den Grundschülern. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zur Digitalisierung und dem Medienentwicklungsplan zur Kenntnis und beschloss das geplante Raumkonzept. Das Laichinger Architekturbüro Ott wird mit der Erstellung eines Bauantrags für die Hiltenburgschule beauftragt.