Kommentar Helge Thiele: „Die Politik ist ratlos“

Kreis Göppingen / Helge Thiele 03.07.2018
Die völlig überlastete Ortsdurchfahrt in Rechberghausen mit dem täglichen Stillstand auf der B 297 ist für Anlieger wie Verkehrsteilnehmer ein Ärgernis, das mehr und mehr am sonst so guten Ruf der Schurwaldgemeinde kratzt.

Verkehrsfragen vernünftig zu lösen, gehört für Politiker zu den kniffligsten Aufgaben. Die völlig überlastete Ortsdurchfahrt in Rechberghausen mit dem täglichen Stillstand auf der B 297 ist für Anlieger wie Verkehrsteilnehmer ein Ärgernis, das mehr und mehr am sonst so guten Ruf der Schurwaldgemeinde kratzt. Doch was tun? Überlegungen, Dauer-Lärm und Abgase durch eine Umgehung  loszuwerden, stoßen in Göppingen auf scharfen Protest. Verständlicherweise, denn das verlagert das Problem womöglich nur – oder macht es in Göppingen gar noch schlimmer. Erschwerend kommt hinzu: Eine Umfahrung, die nicht über Göppinger  Gemarkung verläuft, müsste Rechberghausen per Tunnel oder Brücke passieren. Abwegig, abstrus, unrealistisch.

Ein Umbau des nach Ansicht von Fachleuten viel zu klein geratenen Rechberghäuser Kreisels? Eine Verlegung der Bushaltestellen? Oder eine Verteilung des Verkehrs auf andere Schurwaldquerungen – also auf Straßen, die die Region vor einigen Jahren für den Schwerlastverkehr bewusst gesperrt hat? OB Till regt eine großräumige Gesamtumfahrung an – als Lösung für Rechberghausen, Wäschenbeuren und Göppingen zusammen. Doch wo sollte diese Straße dann verlaufen? Mitten durch den Schurwald? Das wäre ein  Naturfrevel  sondergleichen – also auch keine Lösung.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel