Fasnet Die Narren haben heuer kaum Zeit zu feiern

In Auendorf wurde am Samstag der Narrenbaum mit allerhand Kruscht geschmückt.
In Auendorf wurde am Samstag der Narrenbaum mit allerhand Kruscht geschmückt. © Foto: aj
Kreis Göppingen / Ralf Heisele 08.01.2018
Die Narren haben am Wochenende die heiße Phase eingeläutet.Sie müssen sich sputen: In 37 Tagen ist schon Aschermittwoch.

Narrenbaumstellen, Taufen und Häsabstauben: Am Wochenende sind die Narren in der Region so richtig in die fünfte Jahreszeit gestartet. Doch heuer müssen sie sich sputen. Denn kaum sind Häs und Masken entstaubt, müssen sie auch schon wieder in den Schrank. Heute in 37 Tagen ist bereits Aschermittwoch. Und somit bleiben nur fünf Wochenenden für Umzüge und Prunksitzungen. Zum Vergleich: Heute vor einem Jahr lagen 52 Tage und sieben Wochenenden vor den Narren. Den Zeitdruck spüren heuer auch die Veranstalter. Ihnen musste so manche Gruppe absagen, weil sie nicht alle Termine unter einen Hut bekam.

Wie kommt es, dass die Fasnet so unterschiedlich lange dauert? Es liegt am ersten Vollmond im Frühling. Nach diesem richtet sich das wichtigste Kirchenfest des Jahres – Ostern. Und an Ostern orientiert sich die Fasnetszeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam. So ist der Aschermittwoch immer 46 Tage vor dem Ostersonntag (Schaltjahr 47 Tage). Christi Himmelfahrt ist 39 Tage, Pfingstsonntag 49 Tage und Fronleichnam 60 Tage nach dem Ostersonntag.

Jetzt stellt sich die Frage: Wann ist Ostern eigentlich? Das wussten die frühen Christen auch nicht so genau und die kirchlichen Gemeinden begingen an unterschiedlichen Tagen im Frühjahr das Auferstehungsfest. Festgelegt wurde der Termin im Jahr 325 auf dem Konzil in Nicäa, dem heutigen Iznik (Türkei). Damals hatte der römische Kaiser Konstantin I. die Bischöfe einberufen, um einen Glaubensstreit zu schlichten. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass alle Christen Ostern am gleichen Tag feiern sollten – und zwar am ersten Sonntag nach Frühlingsvollmond.  Der Frühlingsanfang wurde auf den 21. März festgelegt. Anfangs gab es zwar Schwierigkeiten, den Zyklus des Mondes genau zu bestimmen. Dennoch hat  sich am Termin bis heute nichts geändert.

Für die Narren bedeutet dies Folgendes:  Der erste Vollmond im Frühling fällt in diesem Jahr auf den Samstag, 31. März. Einen Tag später ist folglich Ostersonntag. Rechnet man 46 Tage zurück, kommt man auf den 14. Februar und damit auf den Aschermittwochstermin.

Der frühest mögliche Termin für die Fasnet wäre bei folgender Konstellation: Der 21. März fällt auf einen Samstag und es ist gleichzeitig Vollmond, dann wäre Aschermittwoch am 4. Februar.  Dies war letztmals 1818 der Fall, die nächste, kurze Fasnet wird es erst wieder im Jahr 2285 geben. 2008 fiel Ostern auf den 23. März, also auch auf einen sehr frühen Termin. Diesen Ostertermin gab es vorher zuletzt 1913, das nächste Mal erst wieder 2160. Der spätestmögliche Ostertermin (25. April) kommt statistisch häufiger vor – etwa alle 100 Jahre: Das letzte Mal war dies 1943 der Fall, das nächste Mal wird Ostern im Jahr 2038 auf den 25. April fallen.
Siehe auch Seite 12.

Der Narrenfahrplan für den Raum Geislingen

Wiesensteig
● Prunksitzungen  der Fasnetsgesellschaft am 20. und 27. Januar im Residenzschloss, Beginn jeweils um  19.30 Uhr.
● Weiberfasnet am Gombigen Doschdig (8. Februar) im ganzen Stadtgebiet.
● Am 11. Februar: Narrengottesdienst ab 10 Uhr in der katholischen Kirche, danach Rathaussturm und ab 13.30 Uhr Kinderfasnet im Schloss.
● Rosenmontagsumzug am 12. Februar ab 14.01 Uhr.

Mühlhausen

● Taufe der Mühlenhexen am Wasserrad mit anschließender Party in der Gemeindehalle am 13. Januar ab 18.30 Uhr.
● Am Gombigen Doschdig  (8. Februar) Rathaussturm in der Grundschule und Rathaus sowie Seniorenfasnet ab 14 Uhr im Bürgersaal.
● Der Heimatverein lädt am 9. Februar ab 20 Uhr in der Gemeindehalle zur „Fasnet für alle“ ein.
● Am Samstag, 10. Februar, findet der Fasnetsumzug der Mühlenhexen statt. Beginn ist um 14 Uhr.

Gosbach
● Die Kolpingfamilie feiert am 13. Januar ab 20 Uhr in der Turnhalle: „Go Session #4“.
● Am Samstag, 20. Januar, findet ab 18 Uhr der große Nachtumzug der Breithutgilde statt.
● Die Faschingsgesellschaft feiert am 26. Januar die „Loidiga-Nacht“ in der Turnhalle. Beginn: 20 Uhr.
● In der Dorfmitte gibt es am 10. Februar ab 18 Uhr eine Schirmbar-Party.
● Am Sonntag, 11. Februar, startet um 14 Uhr der 48. Fasnetsumzug  der Faschingsgesellschaft.

Deggingen
●Die Leirakiebl laden am 12. Januar ab 18 Uhr zum Narrengottesdienst in die Heilig-Kreuz-Kirche mit anschließender Taufe an der Fils ein.
● Der Degginger Fasnetsumzug findet am 3. Februar statt. Los geht es um 14 Uhr.
● Am 8. Februar stürmen ab 15 Uhr die Narren das Rathaus.

Bad Überkingen
●D’ Kommod des TSV Bad Überkingen, Motto „Schlaflos in Bad Überkingen“ am 27. Januar ab 19.30 Uhr in der TSV-Turnhalle.

Geislingen
● Die TG lädt wieder zur Kreissäge in die Jahnhalle ein – am 2. und 3. Februar ab 19.30 Uhr.
● Der TV Altenstadt feiert den Gombiga am 8. Februar ab 20 Uhr in der TVA-Halle.

Eybach
● Die Schuggeler laden am 10. Februar ab 19 Uhr zur Prunksitzung in die Eybtalhalle ein.

Gingen
● Faschingsparty des Musikvereins in der Hohensteinhalle am 3. Februar ab 21 Uhr mit „Reset“.
● Fasching mit der Feuerwehr in der Hohenstein­halle am 9. Februar ab 20 Uhr mit den „Midnight Ladies“.

Böhmenkirch
● Am 3. Februar steigt die Vereinsparade des Turnvereins Treffelhausen in der Roggentalhalle. Beginn ist um 19.30 Uhr.
● Die Feuerwehr Schnittlingen organisiert am 9. Februar ab 20 Uhr einen Fasching im Gemeindehaus.
● Die Gartenfreunde Böhmenkirch feiern am 13. Februar ab 14 Uhr ihren Fasching im Vereinsheim.
● Der Jugendclub Steinenkirch lädt am 13. Februar ab 20 Uhr zum Kehraus ins Dorfhaus ein.

Nellingen
●Der Nellinger Vereinsring organisiert am 10. Februar ab 19.30 Uhr den Rettichball in der Festhalle.

Westerheim
● Die Bürgerbälle der IGF finden am 2. und 3. Februar ab 19 Uhr in der Alb-Halle statt.
● Am 12. Februar startet der große Rosenmontagsumzug um 13.30 Uhr.

Info Die Auflistung ist nicht vollständig und umfasst nur jene Termine, die uns gemeldet wurden.

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