Tradition Minions erstrahlen in Birenbach aus 2500 Lichtpunkten

Zahlreiche Kinder zünden die Kerzen an. Knapp eine Stunde dauerte das. 
Zahlreiche Kinder zünden die Kerzen an. Knapp eine Stunde dauerte das.  © Foto: Evelyn Krix
Evelyn Krix 19.06.2017
Seit 1996 veranstaltet der Turnverein Birenbach sein Lichterfest. In diesem Jahr leuchteten Filmfiguren auf.

Mehr als 2500 bunte Teelichter flackerten am Samstagabend auf dem Birenbacher Sportgelände. Noch vor Einbruch der Dunkelheit wurden sie von zahlreichen Kindern angezündet, um das Lichterfest des örtlichen Turnvereins zu feiern. „Papa, die gehen hier schon wieder aus“, ruft ein Kind. Gemeinsam versuchen die Helfer, jede erloschene Kerze erneut anzuzünden.

„Das ist ja toll“, sagt eine Mutter zu ihrem Sohn. Sie steht gemeinsam mit anderen Besuchern auf dem Hang über dem Fußballplatz, auf dem einige Charaktere des Films „Ich einfach unverbesserlich“ in bunten Farben strahlen: Zwei sogenannte Minions, der Bösewicht Gru und ein Einhorn. Viele zücken das Handy, um das riesige Kunstwerk festzu­halten.

Es seien nicht immer gleich viele Kerzen, die leuchten, meint die stellvertretende Vereinsvorsitzende Karin Mackh. „Es kommt auf die Motive an.“ Die Trainerin der Hip-Hop-Abteilung Tamara Rapp kümmert sich um die Lichter und die Motive: „Ich bin Erzieherin und die Kinder lieben derzeit die Minions“, erklärt sie die Auswahl. Fünf Stunden lang war sie am Samstagmorgen mit ein paar Kindern und zwei Helfern auf dem Fußballplatz, um die Plastikbecher mit den Teelichtern aufzustellen.

Seit 1996 wird das Lichterfest gefeiert, meint die ehemalige Kinderturnwartin Helga Neufert, die bei der Geburtsstunde des Festes dabei war. Damals wollte man etwas am Vortag der Birenbacher Bergelestour anbieten. „Am Anfang war das ganz einfach“, meint Neufert heute. Damals wurden noch Lampions in die Bäume gehängt. „Irgendwann haben wir Motive gemacht: Eine Großstadt oder eine Szene aus Tanz der Vampire.“ Für die Häuser der Skyline habe man damals 4900 Kerzen auf dem Sportplatz aufgestellt. „Wie man die Idee auf den Sportplatz bringt – das ist immer das Schwierigste.“

Simone Woll ergänzt, dass immer wieder bis zu 2000 Besucher kämen. Ein halbes Jahr vorher beginne man mit der Vorbereitung. Erst kurz vor dem Fest kümmere man sich um die Arbeitspläne. An dem ganzen Wochenende helfen täglich bis zu 30 Personen. „Halb Birenbach arbeitet hier“, scherzt Woll.

„Schade, dass wir außer den Lichtern kaum Programm haben“, meint Simone Woll ein wenig unzufrieden. Die Lichter, der Barbetrieb mit Essen, Musik und die Auftritte der Jungtanzgruppen seien momentan alles, was das Fest ausmache. „Es steht und fällt mit den Trainern“, ergänzt Karin Mackh. Auch weil Ferien sind, fehlten viele Kinder, die etwas zeigen könnten. Seit Jahren richtet der TV Birenbach das Fest nicht mehr im Herbst, sondern im Sommer aus. Wegen der Rad­fahrer, „weil die sich immer an der Alb-Extrem orientieren und die ist nächste Woche“, sagt Mackh.