Der Häcksler fährt nicht mehr die Serpentinen rauf

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Jürgen Schäfer 05.05.2017

Das Tor schließt sich am Kompostplatz von Gammelshausen. All die Jahre lag er versteckt an den Serpentinen zum Sielenwang, und die verwunschene Lage war kein Vorteil. Die Gammelshäuser sind ungern raufgefahren und haben lieber fremde Kompostplätze angesteuert, Was sie strenggenommen nicht durften. Aber wer fragt schon danach. Für den Gammelshäuser Platz brauchte man auch einen Schlüssel, weil er sonst vermüllt wäre, und den holten treue Anlieferer bei Bürgermeister Daniel Kohl (unser Bild) vielleicht sechsmal im Jahr. Aber im Dornröschenschlaf lag der Platz auch wieder nicht. Die Großanlieferer, Landwirte und Streuobstwiesenbesitzer, waren froh drum und brauchten keinen Schlüssel. Denn hintenrum, so heißt es, führt auch ein Weg, den man mit dem Traktor fahren kann, mit dem Pkw aber nicht. Das Tor hat sich noch im April geschlossen. Da sollte der Grüngutplatz bei Heiningen längst in Betrieb sein. Das war er auch gestern noch nicht. So entstand eine Versorgungslücke von wenigen Tagen. Aber nur theoretisch. Der Platz bleibt erhalten. Die Gemeinde kann ihn als Zwischenlager für Bauaushub brauchen, sagt Kohl.

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