Wahl Nach der Wahl in Donzdorf: Blick nach vorne gerichtet

Donzdorf / TUT 16.04.2018
Der wieder­gewählte Donzdorfer Rathauschef Martin Stölzle und die Stadträte wollen gut zusammenarbeiten.

Der Alltag hat den Wahlsieger von Sonntag bereits wieder. Den Sonntagabend hat Martin Stölzle in gemütlicher Runde im Castello ausklingen lassen. Nach den anstrengenden Wochen habe er seinen Erfolg sehr genossen, erzählt der Rathauschef. Am Montagvormittag ein Gläschen Sekt im Kreis seiner Rathausmitarbeiter, bevor am Nachmittag die Bürgermeisterversammlung und abends eine Sitzung des Verwaltungsausschusses anstanden. Er gehe  guten Mutes in seine vierte Amtszeit, erklärt Stölzle, der am Wahlabend den Wunsch geäußert hatte, vereint mit dem Gemeinderat zum Wohl der Stadt zu agieren.

Die Vertreter des Gemeinderatsfraktionen wünschen sich ebenfalls eine gute Zusammenarbeit mit dem Rathauschef. Die CDU-Fraktion begrüße das Ergebnis des Urnengangs als demokratische Entscheidung, erklärte der Vorsitzende Matthias Habla und äußerte sich froh über den „interessanten Wahlkampf“. Die  in Donzdorf angestoßenen Themen „werden wir nahtlos mit Herrn Stölzle abarbeiten“. Auf das immer wieder erwähnte schlechte Verhältnis des Amtsinhabers zu Teilen des Gemeinderats angesprochen, antwortete Habla: „Es ist Ausdruck eines funktionierenden Parlaments, dass man auch mal unterschiedlicher Meinung ist“ und die Meinungsverschiedenheiten austrage. Auch den Freien Wählern sei es wichtig gewesen, dass die Bürger eine Wahl unter mehreren ernsthaften Kandidaten haben, erklärte der Fraktonsvorsitzende Manfred Hufschmied. Enttäuscht sei er über die Wahlbeteiligung, die am Sonntag bei 55 Prozent lag. „Die Wahl hätte mehr verdient“, meint Hufschmied. Martin Stölzle habe in den vergangenen Jahren einiges in Donzdorf bewegt, „ich hoffe, dass er so weitermacht“. Wünschenswert sei aus seiner Sicht eine bessere Kommunikation zwischen Verwaltungschef und Gemeinderat.

„Wir sind zufrieden mit dem Wahlausgang“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Ruth Kellner. „Es wurde sehr viel gemacht in Donzdorf“ und sie sei zuversichtlich, dass Martin Stölzle noch viele Ideen habe und umsetzen werde. Das Ergebnis des Urnengangs wertet Kellner „als kleinen Dämpfer“ für den Amtsinhaber. Indes sei es wichtig gewesen, dass in Ibrahim Arslan ein ernstzunehmender Kandidat angetreten sei, dessen Ergebnis von 35 Prozent die Fraktionsvorsitzende Respekt zollte. Allerdings habe auch sie sich eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht.