Donzdorf Das unverschämte Pianoforte

Beim Sitzkissenkonzert der Musikschule Donzdorf drehte sich alles um das unverschämte Pianoforte. Foto: Beate Schnabl
Beim Sitzkissenkonzert der Musikschule Donzdorf drehte sich alles um das unverschämte Pianoforte. Foto: Beate Schnabl
Donzdorf / BEATE SCHNABL 17.03.2014
Die musikalische Geschichte um ein kleines freches Klavier faszinierte Kindergarten- und Grundschulkinder im Roten Saal in Donzdorf. Das Sitzkissenkonzert war eine Veranstaltung zum Musikschuljubiläum.

Viele Sitzkissen lagen vorbereitet auf dem Boden des Roten Saals im Schloss zu Donzdorf. Manche der Kinder hatten aber auch ihr eigenes mitgebracht. Und so saßen nun die Kleinen auf den bunten Kissen, voller Erwartung auf die Geschichte, die da nun kommen sollte. Doch bevor es richtig mit dem "unverschämten Pianoforte" losging, stellte zunächst Musikschullehrerin Verena Heeg die einzelnen Instrumente vor, die an diesem Nachmittag zum Einsatz kamen: Flügel, Querflöte, Klarinette, Schlagzeug und eine elektrische Bass-Gitarre. Alle bespielt von den Lehrkräften der Musikschule anlässlich des 25-jährigen Bestehens der städtischen Einrichtung.

Dann rollte Jana, gespielt von der zehnjährigen Leonie Pfeffer, auf Inline-Skatern durch den Raum. In der Musikerzählung von Jörg Hilbert und Felix Janosa gerät Jana unerwartet an ein kleines Klavier. Ein unverschämt freches Klavier, wie sich bald herausstellt. Es streckt die Zunge heraus und tritt den Leuten gegen das Schienbein. Jana mag das unverschämte Pianoforte, nimmt es mit nach Hause und füttert es mit alten Blockflötennoten. Doch weil sich das kleine Piano nicht benehmen kann, fordert Janas Mutter, dass beide Klavierstunden bei Frau Himbeergeist nehmen. Jana erlebt verrückte Abenteuer mit ihrem kleinen Klavier. Dann steht der Klavier-Vorspielabend an. Doch mithilfe des Pianofortes meistert Jana trotz großer Nervosität ganz bravourös ihr Klavierspiel.

Die kurzweilige Geschichte um Jana, erzählt von Verena Heeg, untermalt mit bunten, an die Wand projizierten Illustrationen und der eingängigen Melodie, gespielt von den Musikschullehrern, zog die Vier- bis Achtjährigen fest in ihren Bann. Mit großen Augen verfolgten sie das Stück.

Und immer wieder wurden die Kleinen auch in die Geschichte mit eingebunden, durften mal mitsingen, dann am Ende mittanzen. So waren die Kinder während des rund 45-minütigen Konzertes mit voller Aufmerksamkeit beim unverschämten Pianoforte.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel