Ausflug Das Schöne liegt so nah

33 Frauen vom Liederkranz Gingen entdecken Bad Urach, Blaubeuren und die Natur.
33 Frauen vom Liederkranz Gingen entdecken Bad Urach, Blaubeuren und die Natur. © Foto: Liederkranz Gingen
Gingen / SWP 04.09.2018

33 Mitglieder vom Liederkranz Gingen sind kürzlich auf der Schwäbischen Alb unterwegs gewesen.

Im reizvollen Städtchen Bad Urach waren aber nicht die vielen Sehenswürdigkeiten das Ziel, sondern das Residenzschloss. Die Frauen und Männer sahen den prunkvollen „Goldenen Saal“ und die Sammlung von herrlichen Kutschenschlitten: Kunstwerke, von Meisterhand für die Fürsten und Grafen in diesem Ländle geschaffen.

Rauschende Hochzeit

Leider waren diese „Herrscher“ nicht immer Vorbilder für ihre Untertanen, erfuhren die Mitglieder vom Liederkranz:  Graf Eberhard im Barte zum Beispiel feierte in Urach vier Tage lang seine Hochzeit und lud dazu 13 000 Gäste mit etwa 7000 Pferden ein. Die Stadt hatte selbst nur 1300 Einwohner, die alle zur Mithilfe verpflichtet wurden und ihre Häuser für die Gäste zur Verfügung stellen mussten.

Weiter ging es nach kurzer Erholungspause quer durch die wildromantische Karstlandschaft der Schwäbischen Alb in Richtung Blaubeuren. Die Schwäbische Alb ist gekennzeichnet durch viel Wald, Berge, Täler und Höhlen. Letztere sind nicht nur das jüngste UNESCO-Weltkulturerbe, sie sind auch eine Fundstätte für Archäologen. Im Ach- und Lonetal wurden die ältesten bekannten figürlichen Kunstwerke der Menschheit entdeckt.

Wer kennt nicht die Namen: „Venus vom Hohlefels“, den „Löwenmenschen“ oder die „Flöte aus Vogelknochen“. Die neueste Entdeckung ist eine Mammut-Rippe mit unerforschten Zeichen. Forscher sagen, „die Schwäbische Alb ist die Wiege der Kultur“. In keinem anderen Land seien solche Gegenstände gefunden worden. Es folgte ein  Mittagessen im „Gasthaus Schillerstein“.

Anschließend war die Zeit  zu knapp, um das von Apotheker Gustav Leube aus Ulm zu Ehren des 100. Jahrestags von Friedrich Schiller gestiftete Denkmal zu besichtigen. Gustav Leube war der Entdecker des Rohstoffs „Mergel“, der zur Zementherstellung wichtig war. Er baute in dieser Umgebung die erste Zementfabrik in Deutschland, die heute noch im Familienbesitz ist.

Blaubeuren war das nächste Ziel. Die eineinhalbstündige Panorama-Fahrt mit dem „Blautopf-Bähnle“ bot viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt und durch das Landschaftsschutzgebiet einen Blick auf das Rusenschloss und den Rucken. Von einem kurzen Halt an einem wunderschönen Aussichtspunkt übersahen die Ausflügler die Altstadt und die herrliche Umgebung. Nach einer Kaffeepause stand die Heimfahrt an.

Nun steuerten die Liederkränzler den „Gasthof Grünenberg“ an. Ein gelungener Ausflug mit vielen neuen Erkenntnissen über die Natur und die Menschen der Schwäbischen Alb, lautet das zufriedene Fazit des Vereins aus Gingen.

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