Schäden Das große Aufräumen nach dem Unwetter

Kreis Göppingen / Kristina Betz 13.06.2018
Noch am Mittwoch laufen die Aufräumarbeiten nach dem schweren Unwetter am Montag. Die Feuerwehren ziehen Bilanz der Einsätze.

Nach dem Unwetter am Montagabend sind die Aufräumarbeiten noch nicht überall abgeschlossen.

Die Feuerwehren von Wangen, Adelberg, Birenbach, Wäschenbeuren und Rechberghausen haben teilweise bis zu 30 Einsätze hinter sich. Besonders hart trafen die Wassermassen die Stadt Lorch. Dort rückte die Feuerwehr sogar 181 Mal aus. Neben überfluteten Kellern, Straßen und Bacheinläufen war die Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag außerdem gerufen worden, weil ein Baum auf zwei Autos gefallen war.

Zwei Verletzte in Lorch

Zwei Menschen haben sich während des Unwetters in Lorch leicht verletzt. Ein Mann, der durch die überschwemmte Unterführung der Stuttgarter Straße schwimmen wollte, um heimzukommen, sei vorsorglich von den Einsatzkräften aus dem etwa 2,50 Meter tiefen Wasser herausgeholt worden, berichtet Kommandant Marco Wahl. „Wir haben bei so etwas schlechte Erfahrungen vor zwei Jahren in Schwäbisch Gmünd gemacht“, erinnert Wahl. Damals war ein Mann in einer Unterführung ertrunken. Ein Feuerwehrmann, der ihm helfen wollte, ertrank ebenfalls. Außerdem verletzte sich in Lorch am Montag eine ältere Frau, als sie auf rutschigem Untergrund stürzte. Am Mittwoch unterstützt die Lorcher Wehr noch den Bauhof beim Säubern von Unterführungen. Zum Großteil seien die Arbeiten aber abgeschlossen, so der Kommandant.

Der götzenbach

Ein Beitrag geteilt von Martin Ramlow (@schalkerudi04) am

Kanäle werden geprüft

Für den Schurwald koordiniert die Leiterin des Rechberghäuser Bauhofes Inga Weiler die Aufräumarbeiten. Am Mittwoch wurden die Verbindungsstraßen und Radwege gesäubert. Auch an der Adelberger Zachersmühle liefen die Aufräumarbeiten noch am Mittwoch. In Rechberghausen gibt es auch noch viel zu tun. „Der Schlamm ist überall“, beschreibt Weiler die Situation. Das Saubermachen werde aber am Mittwoch abgeschlossen sein. Anschließend wolle man dort Kanäle prüfen, wo Keller überflutet wurden, um sicherzustellen, dass die Rohre in Ordnung sind.

Gratis Unterbodenwäsche 😂😂😂

Ein Beitrag geteilt von Dragoș Oprea 🇩🇪🇹🇩👪 (@dodo5lebt) am

In Wäschenbeuren war die Lage ab Montagnacht unter Kontrolle. Am Dienstag und Mittwoch mussten dort keine Nacharbeiten mehr geleistet werden. 

In Birenbach  hingegen laufen die Aufräumarbeiten noch auf Hochtouren. Nur ein Bauhof-Mitarbeiter ist in der kleinen Gemeinde derzeit im Dienst, „dementsprechend lange werden sich die Arbeiten noch hinziehen“, berichtet Bürgermeister Frank Ansorge. Das Freimachen der Einläufe und Wasserführungsgräben habe oberste Priorität. Säuberungsarbeiten müssen hinten angestellt werden.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel