Bad Überkingen / Ralf Heisele Bad Überkingens Bürgermeister Matthias Heim warnt vor gefälschten Mails. Server in der Verwaltung abgeschaltet.

Die Gemeindeverwaltung Bad Überkingen ist Opfer eines Cyberangriffes geworden. Am Donnerstag sind erste gefälschte E-Mails in Umlauf gekommen. Unter der Absenderadresse der Gemeindeverwaltung fordern Betrüger die Empfänger auf, ihre Bankverbindungen einzugeben.  

Bürgermeister empfiehlt, Mails zu ignorieren

Am Freitag sind weitere fünf Fälle bekannt geworden. Daraufhin hat  Bürgermeister Matthias Heim veranlasst, den Server und alle Computer im Rathaus abzuschalten. Außerdem ruft der Schultes dazu auf, die am Donnerstag und Freitag verschickten elektronischen Nachrichten zu ignorieren und zu löschen. Derweil ist das Rathaus offline. Betroffen sind alle Netzanschlüsse im Rathaus in der Gartenstraße. „Wir gehen davon aus, dass der Betrieb noch vor Ostern wieder regulär läuft“, sagt Heim. Das Iteos-Rechenzentrum arbeite mit Hochdruck daran, so Heim, das System funktionsfähig zu machen. Hierfür müssen alle Rechner formatiert werden. Einige Computer werden turnusgemäß ausgetauscht.

Heim: Kriminelle stellen sich „etwas dilettantisch an“

Wie Heim berichtet, sei es den Betrügern gelungen, gleich zwei Sicherheitsbarrieren zu durchbrechen  – im Rathaus und im Rechenzentrum. Dabei hätten sich die Kriminellen „etwas dilettantisch“ angestellt. Die Mails trugen zwar die Signatur der Gemeinde, in der Adressleiste stand aber nicht www.bad-ueberkingen.de, sondern eine belanglose Zahlen- und Buchstabenkombination. „Das haben die Betroffenen sofort gemerkt.“

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