Eislingen „The Jack“ mischen Eislingen auf

Eislingen / SWP 24.08.2018
Die Cover-Band The Jack bringt beim Filstalrock mit AC/DC-Hits den Eislinger Schlosshof zum Beben und die Besucher gehörig in Fahrt.

Petrus scheint nicht unbedingt ein AC/DC- Fan zu sein. Als The Jack zu spielen beginnt, hängen über dem Eislinger Schlossplatz dicke Wolken. Doch die Filstalrockbesucher sind gewillt, auch bei Regen zu rocken, und kaum sind die ersten Töne erklungen, sieht man in den Gesichtern der AC/DC-Fans die Sonne aufgehen.

Den Zeigefinger und den kleinen Finger gen Himmel gestreckt, bewegt sich die Menge zur in der Magengrube wummernden Musik. Obwohl Leadgitarrist Matze Ehrhardt in kurzen Hosen und mit Lederschulränzchen auf dem Rücken über die Bühne tobt, hat die Fingergeste mit dem „Leisefuchs“, der in Grundschulklassenzimmern zu Hause ist, nichts zu tun. Die Hörnchen gehören genauso zu Hard Rock und Heavy Metal wie ohrenbetäubende Lautstärke.

Dass die Geislinger Cover-Band The Jack beim Filstalrock ein Heimspiel hat, ist daran zu erkennen, dass The-Jack-T-Shirts mindestens genauso oft zu sehen sind wie AC/DC-Shirts. Musikalisch macht es kaum einen Unterschied. Es klingt, als wären die australischen Heavy-Metal-Rocker eigens zum Filstalrock angereist. Christian ist sogar überzeugt: „Die sind besser als AC/DC. Die könnten sich noch was abschauen.“

Leadsänger Michael Sunjo, vielen auch in der Rolle des DJ Suni bekannt, covert nicht nur perfekt die Schreihalsstimmen von Bon Scott und Brian Johnson. Er weiß auch, wie man ein Publikum animiert und holt kurzerhand auch mal die Kinder auf die Bühne. Ob 7, 17 oder 70 – im Eislinger Schlosshof steppt der Bär. Luft- und Aufblasgitarren kommen zum Einsatz während The Jack laut und heavy die Feinheiten herausarbeiten, die den AC/DC-Sound so einzigartig machen.

Das Repertoire deckt die gesamte Schaffensperiode von AC/DC ab. Die Fans dürfen sich über seltener gespielte Stücke wie „Night Prowler“ genauso freuen wie über die Klassiker, die jeder kennt. Bei „She‘s got the Jack“, „Sincity“, „TNT“; „Highway to Hell“ und „Hells Bells“ kommen sogar all die in Fahrt, die nicht unbedingt wegen einer speziellen Band in den Schlosshof kommen, sondern um unter dem Motto „Mir hörat älles“ das Gesamtpaket aus Sommer, Musik und guter Laune zu genießen. Der treue Filstalrocker Uli aus Ottenbach findet: „Die ganze Aktion ist doch genial!“

Ein Paar aus Holzheim freut sich ebenfalls, dass es in Eislingen so was Tolles gibt und meint: „Es ist doch schön zu sehen, wie Musik verbindet, und dass es im Kreis so tolle Cover-Bands gibt.“

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