Innerhalb weniger Tage mussten Bergretter in einem Einsatzleitgebiet zweimal verunglückte Wanderer aus unwegsamem und steilen Gelände retten. In Bad Boll hatte sich ein Wanderer am Knie verletzt, in Bad Überkingen musste eine Wanderin mit Verletzungen transportiert und versorgt werden.

Deshalb appelliert die Landesleitung der DRK Bergwacht Württemberg in einer Mitteilung an die Vernunft der Wanderer.

Das sollen Wanderer laut Bergwacht beachten

  • nicht auf steilen Wanderwegen wie zum Beispiel am Albtrauf, sondern auf ebenen Wegen spazieren
  • den nötigen Sicherheitsabstand halten, der zu den Corona-Regeln zählt
  • Mountainbiketouren im steilen Gelände unterlassen

„Die 19 Bergwachten der DRK Bergwacht Württemberg stellen die Rettung aus unwegsamem Gelände auch in diesen schwierigen Corona-Zeiten sicher“, sagt Armin Guttenberger, Landesleiter der DRK Bergwacht Württemberg. Die Bergwachtleiter seien durch die Bergwacht-Landesärztin Ute Müller instruiert worden, wie sich die Bergretter im Einsatzfall zu verhalten haben.

Trotz allem Engagement im Einsatz habe die Eigensicherung oberste Priorität. Guttenberger: „Gerade im steilen, schwierigen und gefährlichen Gelände können die erforderlichen Mindestabstände und die geforderte Personenanzahl nicht gewährleistet werde. Hier sind die Retter zusätzlich einer erhöhten Gefährdung, sich mit dem Coronavirus anzustecken, ausgesetzt.“