Im Landkreis Göppingen gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus, wie am Mittwoch bekannt wurde. Das Gesundheitsamt teilte auf Nachfrage mit, dass ein über 70-jähriger Mann, der positiv auf Covid-19 getestet worden war, verstorben ist.
Wie bekannt wurde, ist der Todesfall auf einen Corona-Ausbruch in der Klinik am Eichert zurückzuführen. Dort hatte sich eine Pflegerin infiziert. Der nun verstorbene Patient hatte sich bei ihr angesteckt.
Er litt bereits an einigen internistischen Vorerkrankungen und verstarb in einer Klinik. Damit steigt die Anzahl der Todesfälle in Verbindung mit Corona im Landkreis Göppingen auf 40 (Stand: 23.9.20). Zuletzt war am 13. Mai 2020 ein mit Covid-19 infizierter Patient aus dem Kreis gestorben.

Letzter Todesfall im Zusammenhang mit Corona im Kreis Göppingen liegt Monate zurück

Warum liegt der letzte Todesfall mehr als vier Monate zurück – zumal die Zahl der Infizierten nach einem Rückgang wieder und teils sprunghaft anstieg? Als einen Grund nennt das Gesundheitsamt, dass sich in dieser Zeit hauptsächlich Reiserückkehrer infiziert hatten. Das seien oft junge Menschen, bei denen die Covid-Erkrankung normalerweise sehr viel milder verlaufe; die Betroffenen versterben deutlich seltener. Zu Beginn der Pandemie hingegen gab es viele Fälle in Pflegeheimen beziehungsweise in älteren Personengruppen.

Milderer Erkrankungs-Verlauf dank Mund- und Nasenschutz möglich

Ein weiterer Grund könnte laut Gesundheitsamt das vermehrte Tragen eines Mund-Nasenschutzes sein: „Durch die Maske wird die Menge der aufgenommenen Viren bei Kontakt mit einem Infizierten reduziert. Dies könnte ebenfalls zu einem milderen Verlauf der Erkrankung führen.“
Zu befürchten sei, dass die Anzahl der Todesfälle bei einem Anstieg der Infektionen wieder zunehme – weil dann auch die Wahrscheinlichkeit wächst, dass das Virus in „vulnerable Gruppen“ getragen wird, erklärt das Gesundheitsamt. Also beispielsweise, wenn es Ausbruchsgeschehen in Pflegeheimen gibt.