Zur Eindämmung der Infektionen mit dem Coronavirus gelten für Haushalte, in denen Personen leben, die positiv auf Coronaviren getestet oder unter Quarantäne gestellt sind, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen bei der Abfallentsorgung. Dies teilt der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) im Kreis Göppingen auf Grundlage der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts mit.

Mülltrennung: Regeln für Corona-Haushalte

  • Alle Wertstoffe, Verpackungen und Küchenabfälle ausnahmsweise über den Restmüll entsorgen. Diese fallen nicht unter die sonst übliche Getrennthaltungspflicht.

  • Die kontaminierten Abfälle sind zudem in stabilen Müllsäcken zu sammeln, die nach Befüllung fest zu verschließen sind. Diese sind direkt in die Abfalltonnen oder Container zu geben und dürfen nicht daneben gestellt werden. Sind Abfalltonnen oder Container bereits voll, ist eine gesicherte Lagerung bis zur nächsten Abholung an einem möglichst kühlen Ort vorzunehmen (zum Beispiel Keller).

Dies gilt für betroffene Haushalte solange, bis alle infizierten Personen offiziell als geheilt gelten und die Quarantäne aufgehoben wird.

Für andere Haushalte gelten bekannte Regeln

Alle übrigen Haushalte entsorgen ihre Abfälle weiter getrennt wie bisher, um die Entsorgungskapazitäten in der Müllverbrennungsanlage nicht unnötig zu belasten, heißt es in der Mitteilung weiter. Konkrete Fragen zur Entsorgung dieser Abfälle beantwortet der AWB unter (07161) 202 88 88 oder info@awb-gp.de.

Abfälle aus Kliniken und Schwerpunktpraxen, die Corona-Patienten behandeln, werden laut AWB separat als Sonderabfall und nicht über die kommunale Abfuhr entsorgt.

Müllabfuhr Kreis Göppingen: Verzögerungen möglich

Der Abfallwirtschaftsbetrieb kündigt aufgrund der Corona-Problematik außerdem mögliche Einschränkungen und Verzögerungen bei der Müllabfuhr im Kreis Göppingen an. Restmüll und Biomüll haben Priorität.