Nachdem in Städten wie Ulm zahlreiche öffentliche Einrichtungen wegen der Corona-Entwicklung bereits geschlossen sind, haben am Montagnachmittag auch die Stadt Göppingen und Geislingen zahlreiche Schließungen angekündigt. Mit dem Shutdown folge man den Vorgaben des Landes, heißt es in den betreffenden Pressemitteilungen. Auch Versammlungen und sonstige Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern werden daher untersagt.

Diese Einrichtungen in Göppingen und Geislingen werden geschlossen

  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater
  • Bildungseinrichtung jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkshochschulen
  • Kinos
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermalbäder, Saunen
  • Fitnessstudios und sonstige Sportstätten in geschlossenen Räumen
  • Jugendhäuser
  • Bibliotheken
  • Vergnügungsstätten sowie Prostitutionsstätten

Kreis Göppingen

Corona-Risiko: Die meisten Gaststätten im Kreis Göppingen werden geschlossen

Auch der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich untersagt. Ausgenommen sind Speisegaststätten, wenn sichergestellt ist, dass Gäste einen Abstand von mindestens 1,5 Metern halten können. Außerdem müssen Verantwortliche dafür sorgen, dass im Falle von Infektionen für einen Zeitraum von jeweils einem Monat mögliche Kontaktpersonen nachverfolgbar bleiben.

Diese Regelungen treten der Mitteilung zufolge am 15. Juni 2020 außer Kraft.

Rathaus in Göpppingen und Geislingen geschlossen

Alle Dienststellen im Rathaus und in den Außenstellen einschließlich Bezirksämter in Göppingen bleiben geschlossen. Für unaufschiebbare Angelegenheiten im Bürgerbüro oder Standesamt sollen die Bürger am Rathaus-Eingang in der Kirchstraße (gegenüber Bürgerhaus) klingeln. Generell sollte vorab Kontakt zur jeweiligen Dienststelle per Telefon oder E-Mail aufgenommen werden. Dies gilt auch für die Ausländerbehörde, die Rentenberatung, das Fundbüro oder unaufschiebbare baurechtliche Angelegenheiten.

Auch in Geislingen sind sämtliche städtischen Ämter und Dienststellen für den Publikumsverkehr zunächst bis einschließlich 19.04.20 geschlossen. In dringenden Fällen wird von den einzelnen Dienststellen eine Erreichbarkeit für Notfälle eingerichtet, diese sind auch auf der Homepage der Stadt Geislingen abrufbar.

Oberbürgermeister sehen Schließungen als unumgänglich

„Wir sehen das Bemühen der Landesregierung, die Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich einzudämmen und Infektionsketten zu unterbrechen“, wird Göppingens Oberbürgermeister Guido Till in einer Mitteilung zitiert. Geislingens Oberbürgermeister Frank Dehmer sagt: „Diese Entscheidung durch den Verwaltungsstab der Stadt war am Montag, auch mit Blick auf die von der Landesregierung erlassene Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, unumgänglich.“