„Singen verbindet“, das stellten die sechs gemischten Chöre aus dem Chorverband Hohenstaufen am Sonntag großartig unter Beweis. Die rund 200 Akteure überreichten bei herrlichem Wetter im Biergarten von Schloss Filseck einen bunten Melodien-Strauß aus verschiedenen Kontinenten und Epochen.

Der Chorkreis Göppingen, unter Leitung von Wolfgang Proksch und am Klavier begleitet von Martin Straub, hatte zum Auftakt unter anderem „Que sera“ und „The drunken sailor“ ins Repertoire gepackt. Mit einem schottischen Volkslied („Scarborough Fair“), mit dem einst Simon & Garfunkel die Hitparaden stürmten und einem Gospel, bei dem das Publikum gerne mitklatschte, erfreute der Göppinger Liederkranz unter Leitung des freischaffenden Musikers und Komponisten Gunther Rall aus Stuttgart und an der Querflöte begleitete souverän seine Tochter Anna Chiara Rall.

Der Vizepräsident des Chorverbands Hohenstaufen, Helmut Wörz, sagte, die Veranstaltung sei nur durch die „starke Unterstützung“ des Förderkreises Schloß Filseck möglich.

Nach rund zwei Stunden Matinee am Vormittag gehörte der Nachmittag dem Nachwuchs. Die Kinder- und Jugendchöre aus Birenbach, Deggingen, Böhmenkirch und Ottenbach hatten sich mit viel Freude und Engagement darauf vorbereitet. Indes, als dritter Chor am Vormittag nahm der Volkschor Albershausen Aufstellung auf der Bühne. Unter musikalischer Leitung von Andreas Rieck, an den Tasten Willy Oliver Rau, erklang „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus Tabaluga von Peter Maffay, bevor das Publikum nach einem mit heiteren Sequenzen vorgetragenen „Kriminaltango“ begeistert applaudierte. Klein aber fein präsentierte sich das „Chörle“ vom Gesangverein Schlierbach mit seinen zwölf Sängern, die unter Leitung von Adina Kolb und am Klavier von Manuel Kolb begleitet nicht nur an den „Deep river of love“ entführten. Siebzehn Minuten Power lieferte anschließend der Gesangverein Gammelshausen. Mit Rhythmus im Blut und viel Leidenschaft erklang der „Scat Calypso“ unter der musikalischen Regie von Mareike Nickel, die in Personalunion auch sicher über die Tasten des Klaviers eilte und als Solistin beim stimmgewaltig vorgetragenen „Oh happy Day“ überzeugte. „Was soll man da noch draufsetzen?“ fragte die Leiterin des Liederkranz im TSG Zell u.A., Gabriele Grabinger, ins Publikum.  Und doch, die erfahrene Chorleiterin und Musikpädagogin, die bei der Veranstaltung den Kontakt zu anderen Chören sehr schätzt, verstand es sehr wohl, die Besucher noch einmal in Bann zu ziehen.