Eislingen Bundesverdienstkreuz für Eislinger TSG-Präsident

Joachim Junger (57) ist seit 27 Jahren Präsident der TSG Eislingen. Für sein Engagement erhält er am Mittwoch das Bundesverdienstkreuz.
Joachim Junger (57) ist seit 27 Jahren Präsident der TSG Eislingen. Für sein Engagement erhält er am Mittwoch das Bundesverdienstkreuz. © Foto: Staufenpress
DIRK HÜLSER 20.03.2014
Der langjährige Präsident der TSG Eislingen, Joachim Junger, bekommt am Donnerstag das Bundesverdienstkreuz am Bande verlieren. Damit würdigt Bundespräsident Gauck sein ehrenamtliches Engagement.

Seit nunmehr 27 Jahren steht der Eislinger Rechtsanwalt Joachim Junger nun an der Spitze des größten Vereins der Stadt, der TSG Eislingen. Dieses Engagement wird jetzt von Bundespräsident Joachim Gauck gewürdigt, der Junger das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" verliehen hat. Dies ist die zweite der zehn Stufen des Verdienstordens. Die Ehrung wird Oberbürgermeister Klaus Heininger am Mittwoch, 26. März, ab 18 Uhr im Jurasaal der Stadthalle Eislingen vornehmen.

"Ja natürlich", sagt Junger, er freue sich sehr über die hohe Auszeichnung. Aber sie gelte nicht nur ihm, sondern auch seinen Mitstreitern: "Das kann keiner alleine, es wäre Quatsch, wenn das einer behaupten würde." Auch nach der Ehrung will Junger weitermachen als Präsident des Vereins, der rund 2500 Mitglieder hat, im September stehen wieder Wahlen an. "Es wurde mir nicht angetragen, dass es besser wäre, wenn ich aufhöre", meint der 57-Jährige lachend. Stolz ist Junger auf die Entwicklung, die die TSG in den vergangenen drei Jahrzehnten durchgemacht hat - vom kleinen Breitensportverein zum professionell aufgestellten Großverein. "Der Verein hat sich geöffnet", sagt der Präsident und verweist auf den Gesundheitssport, Kursprogramme aber auch die Kindersportschule.

"Entscheidend ist, dass wir auch qualifizierte Hauptamtliche haben", betont Junger. Sieben festangestellte Kräfte hat der Verein mittlerweile, dazu kommen 70 weitere, die auf Stundenbasis arbeiten. Das alles zu verwalten macht trotz eines guten Vorstandsteams viel Arbeit. "Abends sitze ich erst einmal zwei Stunden im Arbeitszimmer, dann wird der Verein wieder geordnet", erzählt der verheiratete Vater zweier Kinder. Bleibt da überhaupt Zeit für andere Dinge neben der eigenen Kanzlei und der TSG? "Meine Frau behauptet, nicht mehr viel", meint der frühere aktive Tischtennisspieler. Auch Hobbys pflegt er keine, sagt aber: "Ich warte, bis ich bei meinen Senioren einsteigen darf." Da muss er sich aber noch etliche Jahre gedulden. 65 ist eigentlich das Einstiegsalter.