Die Ortsumfahrung Böhmenkirch kommt in Berlin jetzt auf den Prüfstand, teilten die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens und der Landtagsabgeordnete Sascha Binder, beide SPD, am Dienstag mit. Baehrens hatte sich im vergangenen Jahr an die parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium Dorothee Bär (CSU) gewandt. Sie forderte dabei eine Prüfung durch den Bund, ob die Ortsumfahrung Böhmenkirch doch noch in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden kann.

Genau dasselbe schreibt sich aber auch die CDU auf die Fahnen. Die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi und der Böhmenkircher CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Färber hätten sich im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für die Umgehung eingesetzt. Razavi hatte sich darüber geärgert, dass der Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) die Umfahrung aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen hatte. Nun hat Dobrindt bei Hermann Daten angefordert, um die Umgehung zu prüfen. Als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet dies Razavi.

Der Böhmenkircher Bürgermeister Matthias Nägele hofft, dass die Umgehung nun wieder in den weiteren Bedarf eingeplant wird. "Wir leiden unter dem Durchgangsverkehr zur A7", betont Nägele. Von den Rund 8000 Fahrzeugen pro Tag seien 38 Prozent Schwerlastverkehr.