Freizeit Bürgermeister hält Runde am Leben

Info / Inge Czemmel 22.08.2018

Seit über 40 Jahren trifft sich in Gammelshausen einmal im Monat die so genannte „Donnerstags-Runde“. Meistens im Gemeindehaus zu Kaffee und Kuchen, interessanten Vorträgen, gemeinsamem Singen und Feiern, aber auch zu Ausflügen, Spaziergängen und Besichtigungen. 15 Jahre lang organisierte Berti Rau dieses Treffen.

Als sie aus gesundheitlichen Gründen das Ehrenamt aufgab, fand sich niemand, der bereit war in ihre Fußstapfen zu treten. Also erklärte Bürgermeister Daniel Kohl das langjährige Erfolgsmodell kurzerhand zur „Chefsache“ und übernahm im Januar 2017 Programmgestaltung und Organisation. „Ich betrachte die Seniorenarbeit als etwas Wichtiges, und es war mir ein Anliegen, die Leute zusammenzuhalten“, erklärt er.

„Es ist gut, aus den eigenen vier Wänden herauszukommen, sich zu treffen, miteinander zu schwätzen und gemeinsam Spaß zu haben“, meint der junge Bürgermeister, der in der Regel  auch mit von der Partie ist. „Für mich ist die Donnerstags-Runde eine Bereicherung“, verrät er. „Mir machen die Aufgabe und der Nachmittag großen Spaß. Zudem ist die Donnerstags-Runde für ihn auch fast so etwas wie eine kleine Bürger-Sprechstunde geworden, sagt er: „Ich komme in geselliger Runde mit den Leuten ins Gespräch und gehe meistens mit einem kleinen Aufgaben-Zettel heim.“ Kohl bemüht sich auch sehr, die Donnerstags-Runde, die meist um die 20 bis 30 Leute zählt, zu vergrößern und auch ein bisschen zu verjüngen. „Viele fühlen sich nicht alt genug“, weiß Kohl schmunzelnd zu berichten. „Oft höre ich: Ich gehöre doch noch nicht zu den alten Leuten.“ Er selbst sieht die Donnerstags-Runde nicht als Altherren- und -frauentreffen. „Sie ist offen für alle Altersklassen“, erklärt er und weiß zu berichten, dass bei vielen Themen auch schon jüngere Leute ins Gemeindehaus fanden. Das Thema Erbrecht beispielsweise habe viele interessiert und auch der Bildervortrag „Gammelshausen in Bildern“ habe bei jüngeren Semestern großen Zuspruch gefunden. Es seien sogar Besucher aus Heiningen und Dürnau gesichtet worden, die selbstverständlich ebenfalls immer herzlich willkommen seien.

Eine Anmeldung ist für den Treff nicht notwendig. Wer da ist, ist da. Kaffee und Kuchen gibt es immer und wenn kein besonderer Programmpunkt ansteht, sorgt Adolf Gaschler am Keyboard für musikalische Unterhaltung. Dann wird gesungen, erzählt und geschwätzt und nach dem Kaffee auch das ein oder andere Weizenbier oder Viertele genossen. Manche bleiben auch gleich zum Vesper sitzen. Wenn Gemeindehauswirtin Cindy Schuller einen Wurstsalat macht, ist die Freude groß. Für Wünsche und Vorschläge hinsichtlich der Programmgestaltung ist der Schultes übrigens völlig offen.

Die „Donnerstagsrunde“, anfänglich als „Oldie-Nachmittag“ bezeichnet, war eine Idee des ehemaligen Bürgermeisters Willi Moll. Er rief das monatliche Treffen für Gammelshäuser Senioren und Seniorinnen ab 60 Jahren zusammen mit Adolf Mühlhäuser ins Leben. Von 1998 bis 2002 leitete Elisabeth Schneeweiß die Runde, dann übernahm Berti Rau, die ihr Ehrenamt Anfang letzten Jahres Jahr niederlegte, die Organisation.

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