Entwicklungskonzept Bürger sollen Vision mitgestalten

Fachleute attestieren Ebersbach zwar gute Verkehrsanbindungen, aber auch ein unscheinbares Erscheinungsbild.
Fachleute attestieren Ebersbach zwar gute Verkehrsanbindungen, aber auch ein unscheinbares Erscheinungsbild. © Foto: Giacinto Carlucci
Ebersbach / TOBIAS FLEGEL 05.05.2018

Ebersbach beteiligt seine Einwohner in einem Monat an der Erstellung eines Entwicklungskonzepts für die Stadt und die zu ihr gehörenden Ortschaften. Unter dem Titel „Vision E“ soll das Papier als Richtschnur für die kommenden Jahre dienen: Es soll vorgeben, worauf die Kommune künftig besonderen Wert legt und welches Gesicht sie sich geben will. An der Ausarbeitung dieser Vision will die Stadt die Bürger als Ideengeber ab dem 6. Juni bei mehreren Gelegenheiten beteiligen.

Die Besucher der Auftaktveranstaltung und der folgenden Werkstätten arbeiten bei der ersten Zusammenkunft nicht ins Blaue hinein. „Anders als in anderen vergleichbaren Projekten wollen wir nicht mit einem ‚weißen Blatt’ starten, sondern haben bereits umfangreiche Analysen und darauf aufbauend bereits konkrete Projektideen mit dem Gemeinderat entwickelt, die wir nun gerne in der Öffentlichkeit diskutieren und gegebenenfalls weiterentwickeln oder aber verwerfen wollen“, erklärt Stadtplaner Jan Werneke. Selbstverständlich könnten die Beteiligten beim Auftakt und in den Projektwerkstätten neue Ideen vorschlagen.

Als Grundlage für ihre Arbeit dienen rund 50 Vorschläge des Gemeinderats. Sie sind das Destillat einer Sammlung von etwa 100 Ideen, die die Bürgervertreter auf einer zweitägigen Klausur 2016 zusammengetragen haben. In diesem Jahr begannen Räte und Verwaltung unter dem damaligen Bürgermeister Sepp Vogler die Arbeit an dem Entwicklungskonzept für die Stadt.

Die Verwaltung hat insgesamt 53 Ideen des Gemeinderats auf fünf Kategorien verteilt. Mit 16 Vorschlägen enthält der Bereich „Wohnen und Bauen“ die meisten Vorschläge. Danach folgen die Bereiche „Mobilität“, „Image und Identität“, „Bildung einschließlich Kultur und Heimat“ sowie „Wirtschaft“.

Eine weitere Grundlage für die Erstellung des Konzepts ist die Analyse von Planern der Gesellschaft für Stadtentwicklung (Steg) aus Stuttgart. Silvia Fichtner und Gaby Pietzschmann haben Ebersbach und seine Stadtteile mit dem Blick von Ortsfremden untersucht und ihre Ergebnisse ebenfalls in fünf Kategorien unterteilt. Zu diesen zählen die Stärken und Schwächen der Kommune und seiner Teilorte.

Stadtplaner Jan Werneke betont, dass das Konzept kein „Papier für die Schublade“ sein soll. Vielmehr solle es ein Katalog konkreter und realistischer Maßnahmen werden, die in den Haushaltsplanungen verankert werden. Die Vision für Ebersbach soll bis Ende 2018 fertig sein.

Fahrplan der Bürgerbeteiligung

Auftakt Die Stadt stellt das Vorhaben am 6. Juni in der Marktschulhalle vor. Weitere „Werkstätten“ soll es am 13. und 20. Juni geben. Ebersbach will auch auf Kinder und Jugendliche zugehen und ihre Vorschläge einholen.