Gammelshausen Bürger sollen Kreisel gestalten

Mehr Blüten im Rondell oder eine ganz neue Gestaltung? Ideen zum Gammelshäuser Kreisel sind jetzt gefragt. Foto: Jürgen Schäfer
Mehr Blüten im Rondell oder eine ganz neue Gestaltung? Ideen zum Gammelshäuser Kreisel sind jetzt gefragt. Foto: Jürgen Schäfer
Gammelshausen / JÜRGEN SCHÄFER 17.04.2014
Gammelshausen ruft zur Bürgerbeteiligung auf, um den Kreisel schöner zu gestalten. Davon verspricht sich Bürgermeister Daniel Kohl eine erste Auffrischung des einstigen Blumendorfs.

Das Wort Blumendorf fiel nicht, als Bürgermeister Kohl dem Gemeinderat eine "Bürgerwerkstatt Kreisel" zur Aufwertung des Ortseingangs vorschlug. Aber er hat es immer im Hinterkopf, und an diesem "Tor der Gemeinde" biete sich der Einstieg zu einer Wiederbelebung an. Immer wieder höre er im Dorf den Wunsch, dass man am Kreisel was machen soll, erst jetzt wieder bei einem Jubilarbesuch, und zehn Mitstreiter wüsste er auf Anhieb.

Auch wenn am Ende alle zustimmten - die Meinungen der Räte waren geteilt. Walter Krummrein fand die Idee gut, im Kreisel stünden überwiegend nur Stauden. "Wenn es blühen täte, wäre es besser." Elsbeth Böhringer klärte auf: "Jede Staude blüht, das sieht wunderschön blau aus in vier, fünf Wochen." Auch Friedrich Weiß fand die Bepflanzung "gar nicht so ungeschickt". Man habe damals gesagt, es solle nicht viel kosten. Wenn man mehr wolle - warum dann nicht gleich einen Sponsor suchen? Einen Gärtner, der die Fläche bepflanzt und damit Werbung macht? Am Aichelberger Kreisel könne man das schön sehen. Auch Bernhard Mürter erwog diesen Weg aus Kostengründen. Elsbeth Böhringer hielt dagegen: Wenn man die Gestaltung einem Gärtner überlasse, habe man kein Mitspracherecht.

Heinz Rieker verwies auf die Bürgerbeteiligung. Man finde bestimmt Paten für die Pflege. Das sei wegen des Verkehrs aber gefährlich, warnte Elsbeth Böhringer. Der Schultes kann das bestätigen. Sein Vorschlag: Wenn die Kosten überhand nähmen, könne man andere Flächen aus der Bepflanzung nehmen. Dr. Christoph Grünwald sah noch ein anderes Problem: Dass eine Bürgerwerkstatt "Erwartungen sprießen lässt", die enttäuscht werden könnten. Denn am Ende müsse der Gemeinderat entscheiden.

Hans Hohlbauch findet es ganz toll, dass Gammelshausen mal eine Bürgerbeteiligung hinkriege. Man brauche "von unten Ideen". Der Schultes sieht die Bürgerwerkstatt auch als richtigen Weg, um an das alte Prädikat anzuknüpfen: Das Blumendorf sei aus der Gemeinschaft entstanden. Einen Vorschlag zur Gestaltung gibt es schon. Rieker findet das Rondell zu flach. Auch der Schultes ist für einen kleinen Hügel.