Politik Bürger sind unzufrieden mit Politik im Böhmenkircher Rathaus

Böhmenkirch / Thomas Hehn 14.06.2018

„Ich melde mich jetzt schon zum x-ten Mal und habe immer noch keine befriedigend Antwort erhalten – geschweige dass was passiert“, beschwerte sich Hermann Wahl in der Bürgerfragestunde der jüngsten Sitzung des Böhmenkircher Gemeinderats. Seit die Gemeinde im Friedhof einen neuen Schotterrasen-Weg angelegt habe, werde das tiefer liegende Grab seines Sohnes immer wieder überschwemmt oder von herunterkullernden Steinen verunstaltet. Bevor der Gemeinderat sich über neue Bestattungsformen auf dem Friedhof unterhalte, solle man erst mal die bestehenden  Missstände beheben, forderte der Rentner. „Der Arbeitskreis Friedhof schaut sich die Situation nochmal an. Dann wird entschieden, ob der Weg so bleibt oder man ihn tiefer legt“, erklärte darauf der Bürgermeister. „Ich bin gespannt, ob ich das noch erlebe“, konterte der 80-Jährige.

Bürger will mehr Öffentlichkeit

weiteren Verlauf kritisierte  Michael Maletycz, dass der Verzicht auf das Areal der Firma Fuchs Brennstoffhandel als neuen Standort für den Bauhof vom Gemeinderat komplett hinter verschlossenen Türen beraten wurde. So habe die Öffentlichkeit keine Chance gehabt, sich einen Eindruck über das Meinungsbild im Gremium zu verschaffen. „Ich hätte schon gern gewusst, wie die Gemeinderäte dazu stehen“, bemängelte Maletyzc, dass der Beschluss in der Sitzung des Gemeinderates Mitte Mai ohne jede Aussprache gefasst wurde (die GZ berichtete).

Wenn persönliche Dinge berührt würden, wie etwa bei Grundstücksangelegenheiten, werde das grundsätzlich nichtöffentlich beraten, verteidigte sich Bürgermeister Matthias Nägele. Da es in der Sitzung Mitte Mai keine Wortmeldungen gegeben habe, habe man auch gleich abgestimmt.

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