Albershausen Bürger entscheiden im September

Was halten die Albershäuser Bürger davon, den Verkauf von Bauplätzen zu verhindern? Am 16. September dürfen sie abstimmen.
Was halten die Albershäuser Bürger davon, den Verkauf von Bauplätzen zu verhindern? Am 16. September dürfen sie abstimmen. © Foto: Werner Kuhnle
Albershausen / Ingrid Zeeb 21.07.2018

Der Gemeinderat hat einem Bürgerbegehren stattgegeben, das 268 Albershäuser unterschrieben haben. An einem Sonntag Mitte September werden nun die Bürger darüber abstimmen, ob die Gemeinde eine rund 40 Ar große Wiese an der Ecke Im Morgen/Weinhaldenstraße verkaufen darf, mit dem Ziel, sie mit Einzel- und Doppelhäusern bebauen zu lassen.

Damit die Bürger wissen, worüber sie abstimmen sollen, findet am Dienstag, 11. September, um 19.30 eine Einwohnerversammlung in der Mensa der Albert-Schweitzer-Schule statt, bei der sowohl Vertreter der Bürgerinitiative als auch Gemeinderat und Bürgermeister ihren Standpunkt darstellen. Die Bürger können Fragen stellen.

Zu Wort kommen werden Vertreter des Bürgerentscheids, Gemeinderat und Bürgermeister auch in einer Informationsbroschüre, die zuvor veröffentlicht wird, und im Mitteilungsblatt. Das alles hat der Gemeinderat am Freitagabend entschieden, teils einstimmig, teils mit einer Enthaltung. Vertreter der Initiative hatten zuvor argumentiert, dass die Grünfläche eine wichtige Freizeit- und Erholungsfunktion für die umliegenden Wohngebiete habe.

Über den Wortlaut diskutiert

Da die Initiatoren eines Bürgerentscheids auch einen Kostendeckungsvorschlag machen müssen, hat die Verwaltung ausgerechnet, dass der Gemeinde durch den Nichtverkauf des Grundstücks 1,2 Millionen Euro Einnahmen fehlen würden. Das muss die Initiative freilich nicht erstatten, sondern es wird aus den Rücklagen finanziert.

Uneinig war man sich zunächst über den Wortlaut der Frage, über die im September abgestimmt wird. Der Wunsch der Initiatoren lautete: „Sind Sie dafür, die Wiese an der Ecke Im Morgen/Weinhaldenstraße in den nächsten drei Jahren nicht zu veräußern, nicht zu bebauen und in dieser Zeit auch kein Verfahren zur Änderung des entsprechenden Bebauungsplans einzuleiten?“ Nach kurzer Beratung stimmten die Vertreter der Bürgerinitiative zu, die Formulierung zu ändern in „ ... die als Wiese genutzten Bauplätze ...“. Damit will der Gemeinderat deutlich machen, dass in dem Areal gemäß einem seit 20 Jahren geltenden Bebauungsplan Bauplätze ausgewiesen sind.

Der Gemeinderat entschied auch, die geschätzten Kosten des Bürgerentscheids von 10 000 Euro über den Nachtragshaushalt zu finanzieren.

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