Unter dem lustigen Motto "All-you-can-read" veranstaltet der Verein "CasaNova" am Samstag einen großen Bücherflohmarkt. Von 8 bis 18 Uhr können sich große und kleine Bücherwürmer in einem Zelt bei den Scheunen der Familie Renning in Rechberghausen mit spannender Literatur - je nach Geschmack - eindecken. Bei einer Auswahl von etwa 5000 Büchern wird sicherlich jede Leserratte fündig werden, wobei der gute Lesestoff ganz im Sinne des Mottos tütenweise zu ergattern ist: "Wir werden Jute-Taschen ausgeben, die in einem ganz bestimmten Umfang mit Büchern nach Wahl zum Pauschalpreis gefüllt werden können", erklären die "CasaNovas" Sabine und Matthias Renning.

Das Ehepaar hat mit ihrem aufgeweckten Sprössling Claudius die Bücher, die Bürger dem Verein gespendet hatten, bereits vorsortiert. Zwar verkaufen die "CasaNovas" auch regelmäßig beim Wochenmarkt gespendete Bücher in ihrer kleinen und liebevoll eingerichteten Scheune, aber: "Momentan haben wir eine wahre Bücherflut", informiert Matthias Renning über den Hintergrund des Flohmarkts.

Die Besucher können am Samstag aber nicht nur gemütlich schmökern oder sich von der Klasse 9c der Schurwaldrealschule mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen, sondern sich auch bei den Mitgliedern des inzwischen 24-köpfigen Vereins über den Stand des Umbaus der großen Scheune zum Begegnungscafé informieren, welches bereits richtig Gestalt annimmt: Der Toilettentrakt sei im Rohbau fertig, der Küchenrohbau befinde sich auch auf der Zielgeraden, informieren Sabine und Matthias Renning, die den Umbau finanziell stemmen. Das Paar hatte den Verein ins Leben gerufen. Ziel ist es, benachteiligte Menschen zu unterstützen.

Neben den soweit abgeschlossenen Rohbauarbeiten ist die Bodenplatte mitsamt der Fußbodenheizung eingebaut, der Estrich eingebracht und hinter den Torflügeln aus Holz verbirgt sich zwischenzeitlich eine Glasfront mit Tür, welche dem Café eine helle Atmosphäre verleihen wird. "Als nächstes wird jetzt der Fliesentrakt des Sanitärbereichs in Angriff genommen", blickt Matthias Renning nach vorn. Sobald der Estrich dann trocken sei, werde noch ein Ziegelboden verlegt, informiert er. Dieser soll mit dem Holzgebälk und den Steinwänden das rustikale Café-Ambiente abrunden.

Einiges an Spendengeldern für die professionelle Kücheneinrichtung hat der sozial engagierte Verein bereits zusammen, wobei die "CasaNovas" aktiv nach weiterer finanzieller Unterstützung für die Küche Ausschau halten. "Am 15. Juni werden wir das Café eröffnen", berichten die Rennings. Darauf freut sich auch Wirbelwind Claudius, der inzwischen mit Begeisterung die Schule besucht. Bis dahin gibt es allerdings noch viele Dinge zu bewerkstelligen, weshalb momentan auch zwei Arbeitsgruppen mit den "CasaNovas" emsig am Werkeln sind: Während eine Gruppe an den Planungen für den Eröffnungstag feilt, tüftelt die andere Gruppe am künftigen Cafébetrieb.