Schlat Brückenschlag in Schlat

Freuen sich auf das neue Kinderhaus in Schlat: Kindergartenkinder mit Bürgermeisterin Gudrun Flogaus (Mitte) und der neuen Gesamtleiterin Catherine Lachenmayer. Im Hintergrund die beiden Kindergärten mit Verbindungsbau. Foto: Staufenpress
Freuen sich auf das neue Kinderhaus in Schlat: Kindergartenkinder mit Bürgermeisterin Gudrun Flogaus (Mitte) und der neuen Gesamtleiterin Catherine Lachenmayer. Im Hintergrund die beiden Kindergärten mit Verbindungsbau. Foto: Staufenpress
Schlat / JÜRGEN SCHÄFER 12.07.2013
Schlat ist dran, den Rechtsanspruch auf Kleinkindbetreuung rechtzeitig zu erfüllen. Bis August/September sollen die beiden benachbarten Kindergärten zu einem Kinderhaus zusammenwachsen.

Die Schlater haben ihre ganz eigene Lösung gefunden, den Rechtsanspruch auf Krippenplätze zu erfüllen. Dazu werden die beiden Kindergärten zusammengefasst und neu unterteilt. Künftig gibt es nur altersgemischte Gruppen. Die Krippenkinder gehören zu einer Ganztagesgruppe, die Betreuung bis 16.30 Uhr anbietet. Auch das ist neu. Sie bekommen ein "Nest" mit allen nötigen Einrichtungen im Obergeschoss des bisherigen Gemeindekindergartens, der zum Dorfplatz hin liegt. Im Erdgeschoss hat eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten ihren Platz, im anderen Haus dann eine Regelgruppe. Insgesamt gibt es 58 Plätze.

Die Gruppen sind mehr ein Korsett. Die Kindergärten haben ein offenes Konzept, betont Bürgermeisterin Gudrun Flogaus. Die Kinder verteilen sich tagsüber nach Gusto auf einzelne Spielangebote. Aber jedes Kind weiß, wo es hingehört, jede Gruppe hat ihre "Bezugserzieherin". Die übergibt das einzelne Kind an die Kollegin, wenn die etwas Spannenderes bieten kann. Wie im richtigen Leben: Die Gruppe ist die Familie, aber die Kinder können auch zur Nachbarfamilie ausschwärmen. Das können je nachdem auch Krippenkinder, wenn sie dafür die Reife haben. "Ein einjähriges Kind wird natürlich in der Krippe betreut", stellt die Bürgermeisterin klar.

Genau acht Krippenplätze muss die Gemeinde bieten. Sie schafft einen mehr. Sieben sind schon vergeben, berichtet die Bürgermeisterin. Wenns über die neun hinausgeht, will Schlat auf Tagesmütter setzen.

Die Häuser wachsen zusammen. Derzeit entsteht eine Verbindung zwischen den beiden bisherigen Kindergärten Arche Noah und Pusteblume. Diese "Brücke" ist nicht groß, nur ein Eingang mit Abstellplätzen für die Kinderwagen. Aber sie hat ihren Preis. Sie kostet allein schon 100 000 Euro. Weitere 50 000 bis 80 000 Euro muss die Gemeinde für Umbauten und Umnutzung hinblättern, 20 000 Euro für die Ausstattung wie Kinderbetten und Waschmaschine.

Viele Funktionsräume werden gebraucht, damit das offene Konzept für Spiel und Spaß beim Kneten, Matschen, Malen möglich wird. Den klassischen Bewegungsraum gibt es auch. Hinzu kommt ein neuer Standard für die Kindergartenleitung: Räume für die Leiterin und das Team, dazu ein Elternzimmer. Das wird ins Obergeschoss des Kindergartens Arche Noah gelegt. Dort befand sich bisher eine Wohnung. Die Gemeinde hat das Haus von der Kirche übernommen, und dazu noch ein Grundstück, das hinter dem Spielgelände liegt.

Bei den Eltern kommt das neue Konzept gut an, berichtet die Bürgermeisterin. Bei einem Infoabend gab es sehr viele Fragen, die Erzieherinnen haben den kompletten Tagesablauf vorgestellt. Einen Namen hat das künftige Kinderhaus auch schon: "Sonnenschein" soll es heißen - ein Vorschlag aus den Reihen der Kinder selbst.

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