Der Gemeinderat gab Grünes Licht für eine Sichtung, die Timm Engelhard von der Energieagentur des Landkreises fachlicherseits übernimmt. Als Kandidat gilt die Bruckwiesen-Siedlung aus den 70er Jahren. "Da stehen überall Dachsanierungen an", weiß Jürgen Höfer. Maßgebend müsse aber die Notwendigkeit sein, betonten Jürgen Kehm und Bernd Liebrich. Grundlage ist ein Förderprogramm des Bundes, das 65 Prozent Zuschuss für die energetische Analyse von privaten oder kommunalen Gebäuden böte. Die Gemeinde würde Hilfestellung geben - wohlgemerkt nur bei der Beratung.

Die Sanierung müssten die Hausbesitzer selber schultern, wobei es auch da interessante Förderprogramme gebe, so Engelhard. Liebrich regte an, den Hausbesitzern auch zum Energieausweis zu verhelfen. Diesen Mehrwert könne man schaffen, sagt Engelhard. Die Initiative einer Gemeinde gilt als wichtig, weil Hausbesitzer zuwenig aktiv würden. Engelhard verwies auf das Beispiel Börtlingen: Dort hätten sich 57 Leute für das Quartierskonzept interessiert, es habe zu 26 Beratungen geführt. Kreisweit seien vier Förderanträge gestellt worden. Ausgangspunkt in Hattenhofen war die Idee Liebrichs, die beiden Nahwärmenetze in der Ortsmitte zu koppeln und weitere Häuser anzubinden.