Wäschenbeuren Brandschutz funkt dazwischen

Wäschenbeuren / NADJA KIENLE 20.07.2012
Bei der Sanierung des alten Schulhauses in Wäschenbeuren muss auch Brandschutz nachgerüstet werden. Das stellte sich im Laufe der Arbeiten heraus.

Überraschende Entdeckung bei den Arbeiten am"Alten Schulhaus" in Wäschenbeuren: Da die Sanierung des historischen Schulgebäudes auch eine umfassende Erneuerung der Beleuchtung und Renovierungsarbeiten im Bereich der Decke umfasst, wurden während der Bauarbeiten die alten Deckenplatten entfernt. Dabei seien im Obergeschoss und im Treppenhausbereich des Erdgeschosses tragende Stahlkonstruktionen zum Vorschein gekommen, welche nicht brandschutzgerecht verkleidet waren, erklärte Eberhard Braun vom Architekturbüro Hermann aus Lorch dem Gemeinderat.

Nach Rücksprache mit dem Landratsamt ist klar: Die Deckenfelder müssen mit einem mineralischen Baustoff verschlossen, die Stahlträger brandschutzgerecht verkleidet und die Bereiche noch mit Feuerschutzplatten versehen werden. Durch den überraschenden Umstand hätten sich die Bauarbeiten zur Instandsetzung des Schulhauses nun um rund zwei Wochen verzögert, informierte Braun."Diese Verzögerung lasse sich im Zeitplan aber wieder aufholen", erklärte er dem Gremium.

Neben diesen zusätzlichen Brandschutzarbeiten soll gemäß einer Entscheidung des Gemeinderats noch die Akustik in den Klassenräumen im Erdgeschoss verbessert und die Ortgänge der Dachgauben, die sich in einem schlechten Zustand befinden, mit Blechen verkleidet werden.

Fest steht nach einer Feuchtigkeitsmessung jetzt auch, dass in dem Klassenzimmer im Erdgeschoss, in welchem Linoleum verlegt ist, ein Parkettboden eingebracht werden kann, so dass dann in allen Räumen die gleiche Optik besteht.

Durch die Aufbauhöhe des Parketts müssen zudem noch die Heizungsrohre verkleidet und im Türbereich eine kleine Stahl- oder Riffelblechrampe angebracht werden. Trotz der Zusatzarbeiten und den damit verbundenen Mehrkosten habe sich im Vergleich zu dem berechneten finanziellen Aufwand kaum etwas verändert, denn viele Arbeiten konnten günstiger an die Baufirmen vergeben werden als veranschlagt.