Gammelshausen Blumenladen und Café in der alten Scheune

Bürgermeister Daniel Kohl weist auf die Scheuer. Das Bauwerk soll ein Geschäft und Café beherbergen.
Bürgermeister Daniel Kohl weist auf die Scheuer. Das Bauwerk soll ein Geschäft und Café beherbergen. © Foto: Staufenpress
INGE CZEMMEL 23.02.2016
Die Chancen stehen gut, dass eine große Scheuer mitten in Gammelshausen bald ein Blumengeschäft und ein Café beherbergt.

"Ich spreche von einem echten Glücksfall für Gammelshausen", sagte Bürgermeister Daniel Kohl und strahlte. "Wenn das Projekt so verwirklicht wird, bedeutet es eine Belebung des Ortes sowie eine immense Stärkung der Infrastruktur und ist zudem ein Beispiel für vorbildliche Innenentwicklung mit Außenwirkung." Susanne Fischer und Jos Verdel, die in der Göppinger Innenstadt ein Blumengeschäft betreiben, hatten mit Architekt Jürgen Eckhoff im Gemeinderat ihr Konzept für die Sanierung und Nutzung der mächtigen alten Scheuer im Herzen von Gammelshausen vorgestellt.

Das Gebäude, das auf den ersten Blick wie ein Haus aussieht, in Wirklichkeit aber eine typische Holzscheuer ist, ging im Dezember 2014 beim Erwerb des Flurstücks 55/1 mit ins Eigentum der Gemeinde über. Zunächst war ein Abbruch ins Auge gefasst worden, doch dann sprach sich der Gemeinderat dafür aus, einen öffentlichen Aufruf an Sanierungswillige zu starten und einen Liebhaber zu suchen. Im November stellte Daniel Kohl dem Gemeinderat vier Sanierungskonzepte vor, doch nachdem die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen festgelegt waren, blieb nur noch eines übrig.

Ein Blumengeschäft mit Café, das zu einer Art Begegnungsstätte werden soll, stellen sich Susanne Fischer und Jos Verdel vor. Mit Gartencafé, Gartenobjekten, einer Kleinkunstbühne und einem Platz für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. "Wir wollen Workshops anbieten und können uns saisonale Märkte, Veranstaltungen, eine Vermarktungsplattform für örtliche Erzeuger und vieles mehr vorstellen", erklärte Susanne Fischer und machte deutlich: "Wir sind offen für Ideen und möchten das Ganze mit Leben füllen." Im Obergeschoss sind Wohnräume geplant.

Dem Dorfmittelpunkt ein Gesicht mit Charakter geben - für Architekt Jürgen Eckhoff ist dies eine reizvolle Aufgabe. Er möchte mit einem architektonischen Knüller einen Blickfang schaffen und atmosphärisch Akzente setzen.