Pflanzbeete Blütenwogen fürs Auge und die Wildbiene

Bad Boll soll neu erblühen: früherer Blick in die Hauptstraße.
Bad Boll soll neu erblühen: früherer Blick in die Hauptstraße. © Foto: Staufenpress
Bad Boll / Jürgen Schäfer 09.04.2018

Bad Boll soll neu erblühen. Seit ein, zwei Jahren hat die Gemeindeverwaltung einen neuen Kurs bei den Pflanzbeeten eingeschlagen, die die Hauptstraße säumen: Rosen und andere arbeitsintensive Pflanzenzier, die gewässert und gepflegt sein will, wird ziemlich oder ganz verschwinden. Ihren Platz nehmen „Blütenwogen“ ein, die kaum gärtnerische Hand brauchen. So will es die Gemeindeverwaltung, um Geld und Arbeitskraft des Gemeinde-Bauhofs zu sparen. Der Buchsbaumzünsler tat ein übriges, berichtete Bürgermeister Hans-Rudi Bührle im Tourismusbeirat der Gemeinde. Die Buchsbäume waren dann auch verloren.

Bei den „Blütenwogen“ handelt es sich um eine Blumenmischung, die auch etwas für Wildbienen und Co. ist, berichtete Bauhofleiter Andreas Blust. Man habe in den alten Beeten den Boden ausgetauscht, Substrat reingetan und mit Kies abgedeckt, dann neu bepflanzt. Neue Staudenflächen sollen der Straße ein Gesicht geben. Auch Krokus und Tulpe sind dabei, das Frühjahr soll mit Blumen begrüßt werden. Hinter dem Abschied von den Rosen und anderer Blumenzier steht aber auch eine unerfreuliche Erfahrung: „Alles wird zusammengefahren“, klagt Blust. Das kostete auch alles Geld.

Finanziell wirkt sich die Umstellung schon aus. „Der Pflegeaufwand hat sich deutlich reduziert“, so Bührle. Er stellt auch klar, dass nicht alle Ecken mit „Straßenbegleitgrün“ der Gemeinde gehören. Es gebe auch private Flächen.

Eine Lösung sieht Blust auch für den Spazierweg vom Pappelweg zum Badwäldle, der im Süden von Kurhaus und Evangelischer Akademie durch die Natur führt. Im Gemeinderat wurde schon beklagt, dass die Baumreihe dort Lücken bekomme und es an Bänken fehle. Für Obstbäume sei das ein schlechter Standort, weiß der Bauhofleiter, es sei dort zu nass. Aber man könne und werde anderes Gehölz nachpflanzen. Auch für das eine oder andere Bänkle könne man sorgen.

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