Ihr Können an Blasinstrumenten hat fünf Musiker aus dem Kreis Auftritte in der Lutherstadt Wittenberg eingebracht. Zur Weltaustellung „Reformation“ spielte das „Jubal-Brass-Quintett“ (JBQ) in einer früheren Schmiede, teilt Reinhold Sander mit. Der Mann aus Dettingen ist eines von fünf Mitgliedern der Gruppe.

Sander spielt Flügelhorn in der Formation, die in der ostdeutschen Stadt die evangelische Jugend aus Württemberg vertrat. An Sanders Seite bliesen Wolfgang Elsässer aus Bad Boll, Hanns-Martin Weber aus Weiler, Hermann Kling aus Aichelberg und Hermann Schrag in ihre Instrumente. Das evangelische Jugendwerk kümmert sich in Baden-Württemberg um die Chorarbeit von Posaunenspielern.

Das Quintett spielte mehrmals während seines fünftägigen Aufenthalts in Wittenberg. Drei etwa 45-minütige Matineen und zwei Serenaden standen auf dem Programm sowie ein Auftritt auf dem Marktplatz der Lutherstadt. Dort spielte das Jubal-Brass-Quintett Stücke aus Barock, Klassik, Romantik und Moderne.

Die Zeit zwischen den Auftritten nutzten die Musiker, um sich Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Sie besuchten die Häuser der Theologen Martin Luther und Philipp Melanchton sowie die Werkstätten des Malers Lucas Cranach. Eindruck machte auf die Besucher ein Panoramabild von Yadegar Asisi.

Der Auftritt der Bläser kann als ein Beleg dafür gesehen werden, dass ihre Musik gefragt ist. Nach Angaben von Reinhold Sander begleitetet das Quintett Gottesdienste, spielt bei Beerdigungen, Festen und Feiern. Die Formation kennt sich seit einer Bläserfreizeit und hat sich nach „Jubal“ benannt, der der erste Musiker sein soll, der in der Bibel erwähnt wird. Die Mitglieder kommen auf insgesamt 320 Jahre Erfahrung, ein Umstand, der ihnen die Bezeichnung „Schwäbischer Posaunendienst der Senioren“ in Wittenberg einbrachte.