Im Birenbacher Gemeinderat wurde am Montag über den nächsten Bauabschnitt an der B 297 diskutiert, mit dem nach Ostern begonnen wird. Dann sollen an der Baustelle die Abbiegemöglichkeiten verbessert werden. Gleichzeitig werde die Polizei stärker kontrollieren, um Rotlichtverstöße zu ahnden, kündigte Bürgermeister Frank Ansorge an.

Der Verkehr innerhalb des jeweiligen Bauabschnitts wird durch eine Baustellenampel geregelt. Und da fährt offenbar so mancher noch los, obwohl die Baustellenampel schon auf Rot umgeschaltet hat. Die Folge: Der Gegenverkehr, der schon Grün hat, muss warten, bis die Strecke frei ist. Wer eine rote Ampel ignoriert, kann für mindestens einen Monat den Führerschein verlieren.

Intensivere Kontrollen im Ort

 Die Polizei will künftig im Ort intensiver kontrollieren – auch den Verkehr auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Birenbach und Wäschenbeuren. Auf dem zumeist von Ortskundigen gewählten Schleichweg gilt nicht nur Tempo 30, es dürfen dort auch keine Fahrzeuge fahren, die schwerer als 1,5 Tonnen sind. Zwei Katzen, die vermutlich zu einem anliegenden Gehöft gehörten, seien schon tot gefahren worden, ein Fußgänger sei von einem Auto am Arm gestreift worden, ein weiterer Fußgänger habe sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen müssen, zählte Ansorge die bekannt gewordenen Verstöße auf.

Der Gemeinderat forderte, in dem Bauabschnitt zwischen Hauptstraße und Marienweg, mit dem im Mai begonnen werden soll, eine Abbiegemöglichkeit zu schaffen. Dort münde die Ortsverbindungsstraße nach Rechberghausen und werde von haltenden Fahrzeugen zugestellt. Erfahrungsgemäß werde keine Lücke für Abbieger gelassen. Man wolle versuchen, das Problem mit Hilfe eines zusätzlichen Haltestreifens zu lösen, kündigte der Bürgermeister an.

Durch zusätzliche Bauarbeiten, deren Notwendigkeit erst der bisherige Bauverlauf gezeigt habe, verzögert sich die Fertigstellung. Ursprünglich sollte schon in diesem Sommer der Verkehr wieder reibungslos fließen. Nun wird es voraussichtlich erst im Frühjahr 2020 soweit sein.

Die Bundesstraße soll im Ortsgebiet mit einem neuartigen „Flüsterasphalt“ versehen werden. Der Belag kann aber nur bei bestimmten Witterungsbedingungen aufgebracht werden. Zum Beispiel dürfe die Temperatur über mehrere Tage einen bestimmten Wert nicht unterschreiten, erläuterte Ansorge. Zwar rechnen die Fachleute mit der Fertigstellung der eigentlichen Tiefbauarbeiten Anfang 2020, aber im Januar oder Februar wird es für die Asphaltarbeiten zu kalt sein. Deshalb soll die Straße zu einem späteren Zeitpunkt in einem Zug asphaltiert werden, was eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt von vier bis fünf Wochen notwendig mache.