„Ihr seid alle Gewinner“, sagte Erich Kierstein, Regionaldirektor der Kreissparkasse (KSK) im Mittleren Filstal, bei der Preisverleihung des Bildungspreises der KSK. Von 25 Einreichungen der Schulen im Kreis Göppingen konnten 21 ausgezeichnet werden. „Das ist besser als jede Lotterie“, so Kierstein, der die einzelnen Projekte vorstellte und launig durchs Programm führte. Die vielen Schüler in der Eislinger Stadthalle quittierten dann sämtliche Beiträge mit viel Beifall.

Auch in diesem Jahr wurden Projekte von einer Jury ausgewählt und bewertet, von denen zwei Drittel soziale Themen und ein Drittel Natur beinhalteten. Eine Fülle von Themen in den Bereichen Partnerschaftliches Handeln, Natur- und Klimaschutz sowie Gesundheit hatten die Schüler mit Unterstützung ihrer Lehrer außerhalb des Unterrichts bearbeitet und Initiativen und Aktionen gestartet.

Bewegung für Konzentration

Zwei Schulen erhielten jeweils 3000 Euro für ihr Engagement. So unterbrechen etwa Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schule Geislingen drei Mal am Tag für ein kurzes Bewegungsprogramm den Unterricht, was die Konzentration steigert und eine Gesundheitsprävention darstellt. Und die Grundschule Eschenbach initiierte zusammen mit der Oberbergschule zwischen älteren und jüngeren Schülern das Projekt „Vorurteile überwinden – Selbstvertrauen stärken“.

Den Sonderpreis über 2500 Euro erhielt das Göppinger NwT-Bildungshaus für sein vielfältiges Angebot an alle Schularten, altersgerechte praktische Erfahrungen mit Technik und Naturwissenschaften zu sammeln. Die Jury wertete die Bedeutung dieser Arbeit für die heimische Industrie und das Handwerk als sehr positiv.

Bildung: Bestes Werkzeug, um die Welt zu gestalten

„Man hat nie ausgelernt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Dr. Hariolf Teufel, in seiner Ansprache. Ausgehend von Kinderantworten, was Bildung sei, beleuchtete er den Bildungsbegriff. „Bildung ist, wenn man eine Sandburg baut“, habe ein Erstklässler geantwortet. Etwas konstruieren, mit den Händen formen und damit die Welt gestalten – das treffe es ganz gut, so Teufel.

Bildung werde immer feiner und besser und diene einem selbst, aber auch der Gemeinschaft. An den 17 Entwicklungszielen für Nachhaltigkeit und Entwicklung der UN verdeutlichte er den Zusammenhang zu den prämiierten Schulprojekten. „Wir möchten Euch ermutigen, etwas für Eure Bildung auch über den normalen Unterricht hinaus zu tun“, sagte Teufel. Für kurzweilige Unterhaltung zwischen den Preisverleihungen sorgte das Saxophon-Duo (Moise Behringer und Caroline von Camphausen) der Göppinger Jugendmusikschule. Die Albert-Schweitzer-Schule Albershausen stellte Alltagssituationen (Respekt vor alten Leuten, Mobbing, Flüchtlingskinder, Notendruck) szenisch dar, die mit nachdenklich-aufmunternden Liedern unterlegt waren. Und die Schurwaldschule Rechberghausen stellte ihr Projekt „Talentschuppen“ mit zwei Beispielen vor, die von den jungen Zuhörern begeistert aufgenommen wurden.

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Schulen erhalten alle zwei Jahre Geld für außergewöhnliche Projekte


Kategorie 1 mit je 500 Euro: Bodelschwinghschule Göppingen, Filseckschule Uhingen, Kaufmännische Schule Geislingen, Lindenschule Geislingen, Pestalozzischule Göppingen, Schiller Grundschule Göppingen (2 Preise), Schulverbund Oberes Filstal Deggingen, Uhlandschule Grund- und Werkrealschule Geislingen, Wilhelm-Busch-Schule Göppingen.

Kategorie 2 mit je 1250 Euro: Albert-Schweitzer-Schule Albershausen, Bodelschwinghschule
Göppingen, Erich-Kästner Gymnasium Eislingen,
Justus-von-Liebig-Schule Göppingen, Kaufmännische Schule Geislingen,
Raichberg-Gymnasium Ebersbach, Schurwald­schule Rechberghausen, Wilhelm-Busch-Schule Göppingen. 1500 Euro
teilen sich Heinrich-
Schickhardt-Schule Bad Boll und Grundschule
Zell u. A.

Kategorie 3 mit je 3000 Euro: Grundschule Eschenbach, Kaufmännische Schule Geislingen

Sonderpreis der Jury mit 2 500 Euro:  NwT-Bildungshaus Göppingen

Der Bildungspreis der KSK wird alle zwei Jahre an außergewöhnliche Schulprojekte vergeben. Er ist mit 25 000 Euro dotiert. Das Geld stammt vom Prämien-Sparlos, von dem jeweils ein Euro in die Projekte fließt. Die Trophäe „Die Welle“ hat jeweils als Unikat der Uhinger Glaskünstler Jörg Zimmermann geschaffen.

Jury Jörg Hofrichter (Staatliches Schulamt), Mario Bayer (NWZ),
Ilja Siegemund (Geislinger Zeitung), Ellen Klaschka (Hermann-Hesse Real­schule Göppingen), Wolfgang Rapp (Helfenstein-Gymnasium Geislingen), Dr. Hariolf Teufel (KSK), Markus Bofinger (KSK).